Bergmann, GrubenunglĂŒck

Ein Bergmann nach GrubenunglĂŒck in Polen vermisst

11.07.2024 - 20:12:41

In einem Kohlebergwerk in Polen kommt es zu einem Gebirgsschlag. Von den 78 Bergleuten im Einsatz können zunĂ€chst 76 gerettet werden. Auf einen weiteren stoßen die Retter am Abend.

Nach einem GrubenunglĂŒck in Polen wird ein Bergmann vermisst, mindestens 17 weitere wurden verletzt. Auslöser des UnglĂŒcks in der Kohlegrube im schlesischen Rydultowy war ein Gebirgsschlag, der um 8.16 Uhr auf 1150 Metern unter Tage registriert wurde, wie eine Sprecherin des Betreibers PGG sagte. Es war unklar, welche konkreten Auswirkungen der Gebirgsschlag auf das Bergwerk hatte.

In dem betroffenen Bereich waren zum Zeitpunkt des UnglĂŒcks 78 Bergleute im Einsatz. Die Rettungsteams konnten im Laufe des Nachmittags 76 in Sicherheit bringen, 17 von ihnen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Zu zwei weiteren Bergleuten hatten die Retter zunĂ€chst keinen Kontakt. Am Abend drangen sie schließlich zu einem der beiden vor. Der Mann werde an die OberflĂ€che gebracht, sagte der Direktor des zustĂ€ndigen Bergbauamts. Angaben ĂŒber seinen Gesundheitszustand soll es erst nach einer Ă€rztlichen Untersuchung geben. Die Suche nach dem zweiten vermissten Bergmann wurde wegen weiterer seismischer AktivitĂ€ten zunĂ€chst unterbrochen. 

Als GebirgsschlĂ€ge werden plötzlich auftretende Bewegungen und EinstĂŒrze in GesteinshohlrĂ€umen bezeichnet, die nicht auf tektonisch ausgelöste Erdbeben zurĂŒckgehen. HĂ€ufige Ursache sind Sprengungen im Bergbau. Da sich GebirgsschlĂ€ge schwer vorhersagen lassen, sind sie ein großes Sicherheitsrisiko fĂŒr Bergleute und Menschen, die in Bergbaugebieten leben.

@ dpa.de