WasserstÀnde, Lage

WasserstÀnde sinken teils, Lage bleibt gespannt

05.06.2024 - 04:50:57

In einigen Hochwassergebieten in SĂŒddeutschland entschĂ€rft sich die Lage, an der unteren Donau bleibt sie gespannt. NormalitĂ€t herrscht noch lange nicht, auch wenn das Wasser teils langsam abfließt.

  • Ein Haus mit dem Schriftzug Zur blauen Donau im Hochwasser der Donau. - Foto: Armin Weigel/dpa

    Armin Weigel/dpa

  • Der Regen hat nachgelassen. Doch noch gibt es keine Entwarnung bei den verheerenden Überschwemmungen in SĂŒddeutschland. - Foto: Sven Hoppe/dpa

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  • DĂ€mme schĂŒtzen vor dem Hochwasser der Donau. - Foto: Armin Weigel/dpa

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Ein Haus mit dem Schriftzug Zur blauen Donau im Hochwasser der Donau. - Foto: Armin Weigel/dpaDer Regen hat nachgelassen. Doch noch gibt es keine Entwarnung bei den verheerenden Überschwemmungen in SĂŒddeutschland. - Foto: Sven Hoppe/dpaDĂ€mme schĂŒtzen vor dem Hochwasser der Donau. - Foto: Armin Weigel/dpa

Der Kampf gegen das Hochwasser in SĂŒddeutschland und seine verheerenden Folgen geht weiter. Auch in der Nacht wurden Deiche ĂŒberwacht, nennenswerte SchĂ€den oder DurchbrĂŒche wurden dabei aber nicht entdeckt. Dennoch bleibt die Lage vor allem im Osten Bayerns kritisch, auch wenn an der stark betroffenen unteren Donau der Wasserstand an bestimmten Stellen langsam zu sinken beginnt.

Die WasserstĂ€nde an den Pegeln in Passau und Regensburg lagen am frĂŒhen Morgen laut Hochwassernachrichtendienst (HND) weiter bei der höchsten Meldestufe 4. Auch wenn sich die Lage vielerorts langsam zu entschĂ€rfen scheint, ist aufgrund mehrerer VermisstenfĂ€lle zu befĂŒrchten, dass neben den fĂŒnf bestĂ€tigten Hochwasseropfern noch weitere Tote hinzukommen könnten.

Weniger Regen - aber keine Entwarnung

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind zwar in Bayern weitere Schauer und Gewitter zu erwarten - Starkregen sei aber nur am östlichen Alpenrand wahrscheinlich. Das Landratsamt Donau-Ries warnte, trotz teils sinkender PegelstĂ€nde in den FlĂŒssen könne das Wasser auf freier Flur weiter steigen. Auch in Baden-WĂŒrttemberg sind laut DWD einzelne Schauer oder Gewitter möglich - vorerst soll es weitestgehend trocken bleiben.

AufrÀumarbeiten laufen an

In Baden-WĂŒrttemberg sind wie in den Hochwassergebieten im westlichen Bayern AufrĂ€umaktionen in Gange. Auch wenn sich die Lage dort langsam entspannt: «Von NormalitĂ€t sind wir aber noch weit entfernt», sagte etwa eine Stadtsprecherin der betroffenen Gemeinde Ebersbach an der Fils. Vielerorts waren wie auch in Bayern Anwohner gemeinsam mit EinsatzkrĂ€ften und Ehrenamtlichen damit beschĂ€ftigt, Straßen freizurĂ€umen, weitere Keller leerzupumpen und angespĂŒlten Unrat zu beseitigen. Teils wurden Container fĂŒr in der Flut verwĂŒstetes Hab und Gut bereitgestellt. 

Lage in Regensburg weiter angespannt

In Regensburg waren HĂ€user entlang einer Straße an der Donau evakuiert worden, weil bei aufgeweichtem Untergrund die SchutzwĂ€nde abzurutschen drohten. Durch den hohen Grundwasserstand seien die Böden der Donauinseln nass und schwammig «wie ein Wackelpudding», sagte BĂŒrgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD). Die Lage blieb laut einer Sprecherin der Stadt bis zum frĂŒhen Morgen angespannt. FĂŒr Regensburg meldete der HND am Morgen weiter einen Pegelstand von ĂŒber sechs Metern - normal sind etwa drei Meter. 

FlussabwĂ€rts in Passau, wo die Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, wurde ebenfalls der Katastrophenfall ausgerufen. Mehrere Straßen und PlĂ€tze in Stadt sind wegen des Hochwassers gesperrt. Bis zum frĂŒhen Morgen wurden an den Deichen keine SchĂ€den oder DurchbrĂŒche gefunden, wie ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Niederbayern sagte. Perspektivisch sei dies weiter aber nicht auszuschließen.

PegelstÀnde in Passau fallen langsam

Laut der Stadtverwaltung in Passau ist hier der Scheitel der FlĂŒsse Donau und Inn erreicht - die WasserstĂ€nde fallen leicht. Der Wasserstand der Donau lag nach Angaben des HND bei etwa 9,70 Metern. Normal sind hier WasserstĂ€nde von an die sechs Meter. Der Pegelstand am Inn ging von gut sieben Metern auf knapp 6,70 Meter zurĂŒck. Es werde davon ausgegangen, dass die PegelstĂ€nde in den nĂ€chsten Stunden weiter sinken, teilte die Stadtverwaltung mit. Allerdings werde der Donaupegel langsamer fallen. 

Feuerwehrmann vermisst

Mindestens fĂŒnf Menschen kamen bei dem Hochwasser in SĂŒddeutschland ums Leben. Zudem gibt es laut bayerischem Innenministerium mehrere Vermisste - darunter ein 22 Jahre alter Feuerwehrmann im schwĂ€bischen Offingen. Die EinsatzkrĂ€fte befĂŒrchten, dass er ertrunken ist. Der junge Mann war nahe der Grenze zu Baden-WĂŒrttemberg mit einem Boot der DLRG-Wasserrettung unterwegs gewesen.

@ dpa.de