WaldbrÀnde: Im griechischen Alexandroupolis regnet es Asche
22.08.2023 - 05:31:59Halbwegs Kontrolle auf der kanarischen Insel Teneriffa und in Kanada, neue Sorgen in Griechenland: In den aktuell gröĂten Waldbrandgebieten gibt es auch heute noch keine Entwarnung.
Griechenland
Bei teils stĂŒrmischen Winden haben sich mindestens fĂŒnf groĂe WaldbrĂ€nde in Griechenland in der Nacht unkontrolliert weiter ausgebreitet. Besonders stark betroffen war am Dienstagmorgen die nordostgriechische Hafenstadt Alexandroupolis. Dort hat das Feuer, das den vierten Tag in Folge brennt, Siedlungen nahe der Stadt erreicht. Feuerwehrleute und Anwohner kĂ€mpften die ganze Nacht ĂŒber gegen die Flammen, wie das Staatsfernsehen zeigte. Zahlreiche Ortschaften wurden evakuiert.
In der Nacht musste schlieĂlich auch das UniversitĂ€tskrankenhaus der Stadt evakuiert werden - 175 Menschen, darunter Kinder und Kleinkinder, wurden auf einer FĂ€hre untergebracht oder in KrankenhĂ€user anderer StĂ€dte verlegt, wie der Sender Skai berichtete.
Weiterhin unkontrolliert wĂŒten auch die GroĂbrĂ€nde im Nationalpark Dadia im Ă€uĂersten Nordosten des Landes. Dort soll nach Medienberichten ein Migrant an einer Rauchvergiftung gestorben sein. Im Wald von Dadia verstecken sich immer wieder Migranten, die illegal aus der TĂŒrkei ĂŒber den Grenzfluss Evros nach Griechenland eingereist sind.
Die Rauchschwaden der gewaltigen Brandherde sind so groĂ, dass sie viele hundert Kilometer entfernt noch deutlich zu erkennen sind, wie Satellitenbilder zeigten. Der Wind trieb die Rauchwolken am Morgen quer ĂŒber Mittelgriechenland bis weit hinaus auf das im Westen gelegene Ionische Meer.
BrĂ€nde toben auĂerdem auf der zweitgröĂten griechischen Insel Euböa, in der NĂ€he der Hafenstadt Kavala, auf der Insel Kythnos und in der Region Böotien nordwestlich der Hauptstadt Athen. Teneriffa
Kanada
Kontrolle, aber keine Entwarnung auch bei den BrĂ€nden im SĂŒden der kanadischen Provinz British Columbia. Mindestens 50 GebĂ€ude wurden in den vergangenen Tagen zerstört, sagte der örtliche MinisterprĂ€sident David Eby am Montag - die Zahlen könnten aber noch steigen.
«Man kann davon ausgehen, dass es sich bei den meisten, wenn nicht allen, dieser GebĂ€ude um WohnhĂ€user handelt», so Eby. Die Lage hatte sich wegen des Einsatzes vieler RettungskrĂ€fte vor allem bei der Stadt West Kelowna zuletzt aber etwas entspannt. Zudem hoffen Anwohner und Behörden auf fĂŒr heute vorhergesagten Regen.
Kanada kĂ€mpft bereits seit Monaten gegen WaldbrĂ€nde in mehreren Teilen des Landes. Zehntausende Menschen haben in mehreren betroffenen Gebieten in British Columbia und den Northwest Territories bereits ihre HĂ€user verlassen mĂŒssen. Auch die LuftqualitĂ€t nahm rapide ab. Mittlerweile wird dort auch das MilitĂ€r eingesetzt, um die BrandbekĂ€mpfung logistisch zu unterstĂŒtzen.


