Transportschiff stöĂt auf Elbe gegen FĂ€hre - Elf Verletzte
20.01.2025 - 10:09:54Auf der Elbe in Hamburg ist ein Lastenkahn gegen eine FÀhre geprallt. Dabei sind elf Menschen verletzt worden, wie ein Feuerwehrsprecher in der NÀhe des Unfallortes sagte. Einer von ihnen - ein Mann - erlitt lebensgefÀhrliche Verletzungen. Die Feuerwehr sprach von einem SchÀdel-Hirn-Trauma.
Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Die meisten seien leicht verletzt. Von dem Unfall sind Feuerwehr-Angaben zufolge rund 25 Personen betroffen. Wie viele davon FahrgĂ€ste und Mitarbeitende auf der FĂ€hre waren, war zunĂ€chst unklar. In Hamburg fahren mehrere FĂ€hren als Teil des öffentlichen Nahverkehrs regelmĂ€Ăig ĂŒber die Elbe.
Unfall im Nebel auf der Elbe
Der Unfall war kurz vor 6.45 Uhr auf Höhe eines FĂ€hranlegers in Hamburg-Altona passiert. Zu dem Zeitpunkt war es in Hamburg recht nebelig. Ersten Erkenntnissen zufolge soll ein sogenannter Schubverband gegen die aus Finkenwerder kommende PassagierfĂ€hre gestoĂen sein. Ein Schubverband besteht aus einem Antriebsschiff und einer sogenannten Schute, einer Art Lastenkahn beziehungsweise Transportschiff ohne eigenen Antrieb.
Die Kollision am Montagmorgen war so heftig, dass die FĂ€hre «Ăvelgönne» auf einer Seite aufgerissen ist. «Das ist aber oberhalb der Wasserlinie. Die FĂ€hre liegt sicher am Dockland. Sie droht nicht, zu sinken», sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch sind keine Betriebsstoffe wie Ăl oder Kraftstoffe ausgetreten. Zudem sind einige der groĂen Scheiben der FĂ€hr-Linie 62 auf der Unfallseite zerborsten, die Metallhalterung der Fenster stark eingedrĂŒckt.
Nass und schockiert
Am Morgen waren rund 55 KrÀfte der Feuerwehr im Einsatz. Sie gaben auch wÀrmende Decken aus, denn einige der FahrgÀste wurden von Wasser nass gespritzt. «Die ganzen Scheiben sind kaputt, es kam eine Welle rein. Ich bin klitschnass und durchgefroren. Ich bin sehr schockiert», sagte eine Frau, die mit ihrem Fahrrad auf der FÀhre war, um nach Hamburg zur Arbeit zu fahren.
Warum es zu dem Unfall kam, wird derzeit ermittelt. Die Wasserschutzpolizei untersuche den Fall, sagte ein Polizeisprecher. Dazu gebe es nun auch die Ermittlungsgruppe Schiffsunfall.







