Japan, Tier

BÀr in Japan gelingt nach Angriff spektakulÀre Flucht

05.06.2026 - 09:32:52 | dpa.de

In Japan nehmen BÀrenangriffe zu. Im Nordosten des Inselreiches gelang einem als besonders intelligent beschriebenen SchwarzbÀren nun eine filmreife Flucht.

In Japan kommt es seit Jahren vermehrt zu gefÀhrlichen Begegnungen zwischen BÀren und Menschen. So wie hier in der PrÀfektur Iwate. In Fukushima hat nun ein SchwarzbÀr mehrere Menschen angegriffen. (Archivbild)  - Bild: Uncredited/kyodo/dpa
In Japan kommt es seit Jahren vermehrt zu gefÀhrlichen Begegnungen zwischen BÀren und Menschen. So wie hier in der PrÀfektur Iwate. In Fukushima hat nun ein SchwarzbÀr mehrere Menschen angegriffen. (Archivbild) - Bild: Uncredited/kyodo/dpa

In Japan ist einem besonders cleveren BĂ€ren nach einem Angriff auf vier Menschen eine filmreife Flucht vor seinen HĂ€schern gelungen. Wie japanische Medien berichteten, hatte sich das Tier nach dem Vorfall in einer Fabrik in Fukushima verschanzt. JĂ€ger und EinsatzkrĂ€fte versuchten ihn mehr als 24 Stunden lang mit Fallen und BetĂ€ubungsgewehren zu stellen. Doch vergeblich. Zwischenzeitlich wurde der BĂ€r dabei beobachtet, wie er einen Wasserhahn bediente und daraus trank. Schließlich öffnete er nachts ein Fenster und entkam.

Dass ihm dies gelungen sei, zeige die besondere Intelligenz des BĂ€ren, hieß es in den Berichten weiter. Selbst ein auf ihn abgeschossener BetĂ€ubungspfeil verfehlte seine Wirkung. EinsatzkrĂ€fte fanden den Pfeil spĂ€ter wieder, das BetĂ€ubungsmittel befand sich demnach noch darin. Ob das GerĂ€t versagte oder der BĂ€r den Pfeil rasch abgestreift hatte, blieb unklar.

BÀrenangriffe hÀufen sich

Nach seiner erfolgreichen Flucht durchs Fenster blies die Stadt die Jagd auf dem FabrikgelĂ€nde ab. Fukushimas BĂŒrgermeister Yuki Baba rief die Bevölkerung jedoch zu Wachsamkeit auf.

Laut dem Umweltministerium wurden 2025 landesweit 13 Menschen durch BĂ€ren getötet - ein Rekordwert. Dass es seit Jahren vermehrt zu gefĂ€hrlichen Begegnungen zwischen BĂ€ren und Menschen kommt, wird unter anderem mit der Aufgabe von AckerflĂ€chen und der Entvölkerung lĂ€ndlicher Gebiete im Zuge der Überalterung und des BevölkerungsrĂŒckgangs begrĂŒndet. Als weiterer Grund gilt, dass die Tiere nicht genug Nahrung in den BergwĂ€ldern finden.

Nach Regierungsangaben leben derzeit schÀtzungsweise mehr als 19.000 SchwarzbÀren in der Region Tohoku, zu der auch Fukushima gehört.

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