Nordrhein-Westfalen, Notfall

17-JĂ€hrige nach tödlichem Stich in NRW auf freiem Fuß

16.01.2026 - 12:04:41

In NRW wird ein 17-JÀhriger durch einen Stich in den Hals getötet. Ein gleichaltriges MÀdchen gibt zu, zugestochen zu haben - in Notwehr. Sie kommt frei.

Nach dem Tod eines 17-jÀhrigen Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen durch einen Stich in den Hals gehen die Ermittler von Notwehr aus. Ein zunÀchst festgenommenes 17-jÀhriges MÀdchen sei nach stundenlanger Vernehmung aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. 

Die Jugendliche hatte entgegen ihrer ersten Aussage eingerÀumt, dass sie sich mit dem Jungen auf der Terrasse eines leerstehenden Hauses in Castrop-Rauxel getroffen habe. Dies habe sie aus Angst vor ihren Eltern zunÀchst verschwiegen. Sie habe ihn gekannt und schon vorher Kontakt zu ihm gehabt. 

Gegenwehr mit HÀnden und Pfefferspray 

Bei dem Treffen sei der 17-JĂ€hrige dann aber zudringlich geworden und habe versucht, sie zu vergewaltigen. Trotz ihres mehrfachen Widerspruchs und Gegenwehr mit HĂ€nden und Pfefferspray habe er nicht von ihr abgelassen. Sie habe schließlich nach einem spitzen Gegenstand gegriffen und - ohne Tötungsabsicht - in Richtung des Jugendlichen gestochen. Dann sei sie nach Hause gelaufen. 

Die neuen Angaben stimmten mit der Spurenlage ĂŒberein, sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Nach der Tatwaffe werde allerdings noch gesucht. Ein Autofahrer hatte den stark blutenden Jugendlichen unweit des leerstehenden Hauses entdeckt. Der 17-JĂ€hrige war dann bewusstlos geworden und trotz Rettungsmaßnahmen gestorben. Die Ermittlungen dauern an.

@ dpa.de

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