TrĂŒmmer, Fluss

TrĂŒmmer im Fluss: Helikopter auf Bundeswehr-Flug abgestĂŒrzt

29.07.2025 - 16:07:29

In Sachsen stoßen Paddler auf dem Fluss Mulde auf ein Wrack. Bald wird klar: Es ist ein Helikopter im Flugbetrieb der Bundeswehr. Dann wird die Fundstelle zum militĂ€rischen Sperrbereich erklĂ€rt.

  • RettungskrĂ€fte sind im Einsatz. - Foto: Sören MĂŒller/Medienportal-Grimma/dpa

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  • Die Feuerwehr ist schnell mit vielen KrĂ€ften vor Ort. - Foto: Birgit Zimmermann/dpa-Zentralbild/dpa

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RettungskrĂ€fte sind im Einsatz. - Foto: Sören MĂŒller/Medienportal-Grimma/dpaDie Feuerwehr ist schnell mit vielen KrĂ€ften vor Ort. - Foto: Birgit Zimmermann/dpa-Zentralbild/dpa

Die verstörende Entdeckung machen Paddler auf der Mulde in Sachsen: Mitten im Fluss liegen TrĂŒmmerteile. Wie ein Wal aus Blech ragt ein dunkles UngetĂŒm halb aus dem Wasser, so zeigen es Bilder vom Fundort.

Die Feuerwehr des sĂ€chsischen Landkreises sĂŒdöstlich von Leipzig ist schnell vor Ort und bestĂ€tigt: Es handelt sich um einen Hubschrauber. Wenig spĂ€ter teilt das Bundesverteidigungsministerium offiziell mit, dass ein Helikopter im Flugbetrieb der Bundeswehr auf einem Übungsflug abgestĂŒrzt sei. Am Abend herrscht dann traurige Gewissheit: Mindestens zwei Besatzungsmitglieder sind ums Leben gekommen, wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach einem Besuch an der UnglĂŒcksstelle erklĂ€rte. Ein weiteres Besatzungsmitglied werde noch vermisst, nach ihm werde gesucht. 

Die Besatzung gehörte laut Pistorius zum Hubschraubergeschwader 64 aus Holzdorf auf der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Holger Neumann, Inspekteur der Luftwaffe, sprach von einem schwarzen Tag fĂŒr die Luftwaffe. Die sehr erfahrene Besatzung sei um 9.00 Uhr zu einem Trainingsflug gestartet, um 11.30 Uhr sei der Hubschrauber als vermisst gemeldet worden.

Sicherheitsbereich und Flugverbotszone

Die Absturzstelle im Ortsteil Bahren der Stadt Grimma wird am Mittag rasch zum militÀrischen Sicherheitsbereich erklÀrt und weitrÀumig abgesperrt. Durch den lÀndlichen Ort fahren Polizei und die örtliche Feuerwehr auf - auf einem Fahrzeug ist auch ein Schlauchboot zu sehen. Die Bundeswehr kommt ebenfalls mit etlichen Fahrzeugen, darunter auch SanitÀter. Pistorius spricht am Abend von rund 200 EinsatzkrÀften.

Journalisten kommen an die Fundstelle nicht mehr heran. Der Ort wird im Umkreis von zwei nautischen Meilen - das sind rund 3,7 Kilometer - auch zur Flugverbotszone erklĂ€rt, so dass keine Drohnen fliegen dĂŒrfen. Feuerwehr, Polizei und die Stadt Grimma verweisen bei Anfragen alle auf das Bundesverteidigungsministerium, das bei ZwischenfĂ€llen mit MilitĂ€rangehörigen zustĂ€ndig ist.

Das Ministerium sondiert in den ersten Stunden erst einmal die Lage. KrÀfte der Bundeswehr seien vor Ort, um Rettungs- oder ErmittlungstÀtigkeiten aufzunehmen, sagt eine Sprecherin. 

Große Mengen Kerosin

Klar ist nach Angaben eines Feuerwehrsprechers, dass der Helikopter am Dienstagvormittag von den Schirmen der FlugĂŒberwachung verschwunden ist. Gegen Mittag meldeten dann die Paddler die TrĂŒmmerteile und lösten den Rettungseinsatz aus. 

Vor Ort seien große Mengen Kerosin ausgetreten, das Wrack liege mittig im Fluss und sei schwer zugĂ€nglich, sagt der Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Vor Ort seien die EinsatzkrĂ€fte damit beschĂ€ftigt, das Kerosin aufzufangen. Unter den Feuerwehrleuten ist nach Angaben der Stadt Grimma auch OberbĂŒrgermeister Tino Kießig. Er sei im Einsatz, sagt eine Sprecherin.

@ dpa.de