Toter, Verletzte

Ein Toter und mehrere Verletzte bei Stierhatz in Spanien

24.09.2024 - 14:19:16

In Spanien wird ein Alptraum-Szenario wahr: Bei einem Stiertreiben durchbricht ein Bulle den abgesperrten Bereich und rast auf Zuschauer zu.

  • Die berĂŒhmteste Stierhatz Spaniens findet in Pamplona statt. (Archivbild) - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa

    Alvaro Barrientos/AP/dpa

  • Die Stierhatz ist ein wildes und nicht ungefĂ€hrliches Spektakel. (Archivbild) - Foto: Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa

    Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa

Die berĂŒhmteste Stierhatz Spaniens findet in Pamplona statt. (Archivbild) - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpaDie Stierhatz ist ein wildes und nicht ungefĂ€hrliches Spektakel. (Archivbild) - Foto: Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa

Bei einem der traditionsreichsten Stiertreiben in Spanien hat ein Kampfbulle einen Zuschauer getötet und vier weitere Menschen zum Teil schwer verletzt. Das UnglĂŒck ereignete sich beim Stadtfest in Pantoja rund 50 Kilometer sĂŒdlich von Madrid, als ein Stier die Sperren der Laufstrecke durchbrach und mehrere Zuschauer auf die Hörner nahm, wie Medien und der Notdienst der Region Kastilien-La Mancha berichteten. 

Ein 80 Jahre alter Mann sei seinen Verletzungen erlegen. Unter den Verletzten sei ein auch etwa vier Jahre altes MĂ€dchen, das aber nicht in Lebensgefahr schwebe, hieß es. Polizeibeamte hĂ€tten das Tier erschossen. Die Behörden leiteten nach eigenen Angaben Ermittlungen ein.

Stierhatz oft in der Kritik

UnfĂ€lle auch mit tödlichem Ausgang sind bei den sommerlichen StierlĂ€ufen, die in Spanien bei den Volksfesten seit vielen Jahrhunderten fast ĂŒberall dazugehören, keine Seltenheit. Betroffen sind allerdings normalerweise nur die sogenannten LĂ€ufer, also vorwiegend jene jungen MĂ€nner, die die Stiere vormittags durch die abgesperrten, oft sehr engen Gassen der AltstĂ€dte fĂŒr die sogenannten Corridas in die Arena treiben.

Die berĂŒhmteste Stierhatz findet jedes Jahr Anfang Juli beim SanfermĂ­n-Fest in Pamplona im Norden des Landes statt. Bei den Mutproben versuchen die LĂ€ufer so nah wie möglich an oder vor den oft bis zu 600 Kilogramm schweren Kampfbullen zu laufen, und diese anzufassen, ohne von ihnen erwischt zu werden.

TierschĂŒtzer bezeichnen das traditionelle Spektakel oft als Tierfolter. Obwohl die Proteste von Jahr zu Jahr zunehmen, werden diese Veranstaltungen in den meisten Regionen Spaniens nicht wirklich ernsthaft infrage gestellt. Oft ist das Treiben auch ein gutes GeschĂ€ft fĂŒr die StĂ€dte. Das wilde Spektakel mit zahlreichen Nebenveranstaltungen lockt zum Beispiel in Pamplona jedes Jahr mehr als eine Million Schaulustige in die Stadt.

@ dpa.de