Namenspatenschaft: So heiĂen Tief- und Hochdruckgebiete 2026
28.12.2025 - 05:00:47Emmeram, Laudine oder Rapunzel: Diese und andere Namen fĂŒr Hoch- und Tiefdruckgebiete stehen bereits im Zuge der Aktion Wetterpate fĂŒr das Jahr 2026 fest. In Wetterberichten tauchen die Namen regelmĂ€Ăig auf und bleiben oft in Erinnerung â sei es durch extreme Wetterlagen oder die originelle Namenswahl. Organisiert wird die Aktion vom Verein Berliner Wetterkarte in Kooperation mit der Freien UniversitĂ€t Berlin. Sie unterstĂŒtzt die studentische Wetterbeobachtung an der Station am Institut fĂŒr Meteorologie in Berlin.
«Unsere Namen gelten zurzeit offiziell fĂŒr den gesamten DACH-Raum, fĂŒr Polen, fĂŒr Tschechien und die Slowakei», erklĂ€rte Tobias-Sebastian Schencke vom Team Wetterpate. 2026 tragen Hochdruckgebiete mĂ€nnliche und Tiefs weibliche Vornamen. In ungeraden Jahren ist es umgekehrt.
Viele gelÀufige - aber auch weniger bekannte Namen
FĂŒr 2026 gebe es recht viele «Standardnamen», so Schencke. Aber auch besondere, weniger bekannte Namen seien dabei. So werden in diesem Jahr Tiefdruckgebiete neben Leonie oder Helen auch etwa Fritaun, Hedda, Isgard oder Cerry heiĂen. Das erste Hoch wird Andreas heiĂen - aber auch Gebiete mit Namen wie Bronco, Iackl oder Djamschid werden im Laufe des Jahres folgen.
Die Namenspatenschaften sind demnach oft Geschenke, etwa zum Geburtstag oder zu Weihnachten. «Es gibt aber auch einige Leute, die das auch fĂŒr sich selber kaufen», erzĂ€hlte Schencke. Die Kosten liegen bei 390 Euro fĂŒr ein Hoch und 290 Euro fĂŒr ein Tief.Â
Welche Vorgaben gibt es?Â
Den Preisunterschied gibt es wegen der unterschiedlichen Lebensdauer. So dauern Tiefs im Schnitt drei bis fĂŒnf Tage, in seltenen FĂ€llen auch eine Woche, so Schencke. Hochdruckgebieten könnten hingegen bis zu zwei bis drei Wochen andauern. Deswegen sind sie auch teurer, «weil sie lĂ€nger halten, gutes Wetter bringen und davon weniger pro Jahr existieren.» Daher werden fĂŒr Tiefdruckgebiete deutlich mehr Namen gesucht. Letztlich werden Schencke zufolge um die 200 Namen insgesamt vergeben.
Dabei mĂŒssen die Namen gewisse Kriterien erfĂŒllen. Es dĂŒrfen keine Fantasie- oder Firmennamen sein und sie mĂŒssen standesamtlich anerkannt sein. Seit September konnten Interessierte AntrĂ€ge fĂŒr eine Namenspatenschaft fĂŒr 2026 einreichen.
Welche Buchstaben sind beliebt, welche weniger?
Bei der Verteilung gelte «first come, first serve». Begehrte Buchstaben sind demnach vor allem M und S - «da kriegen wir dann teilweise 15, 20 AntrĂ€ge», erzĂ€hlte Schencke. Bei X, Y, Z sowie Q sei es hingegen oftmals relativ schwierig. So wĂŒrden fĂŒr manche Buchstaben noch Paten gesucht. Wenn das auch im Verlauf des Jahres nicht möglich ist, dann taufen sie das entsprechende Hoch- oder Tiefdruckgebiet selbst, sagte er.Â
Seit 1954 werden die Druckgebiete in der Berliner Wetterkarte getauft. Die Ăffentlichkeit kann seit 2002 mitmachen â und das mit wachsender Begeisterung: So nahmen bereits Paten aus 17 europĂ€ischen LĂ€ndern sowie Brasilien, Japan, den USA und SĂŒdafrika bereits teil.


