S-Bahn-Surfer, Berlin

Zwei S-Bahn-Surfer in Berlin gestorben

27.04.2025 - 10:09:03

LebensgefĂ€hrliche Mutprobe: Immer wieder kommt es zu UnfĂ€llen, weil Menschen sich außen an U-Bahnen festhalten oder auf S-Bahn-DĂ€cher klettern. Am Morgen kamen zwei junge MĂ€nner dabei ums Leben.

  • Zwei Menschen sind beim sogenannten S-Bahn-Surfen in Berlin gestorben. (Symbolbild) - Foto: Soeren Stache/dpa

    Soeren Stache/dpa

  • Immer wieder kommt es zu schweren UnfĂ€llen, weil Menschen auf U- oder S-Bahn-DĂ€cher klettern und mitfahren. - Foto: Fabian Sommer/dpa

    Fabian Sommer/dpa

Zwei Menschen sind beim sogenannten S-Bahn-Surfen in Berlin gestorben. (Symbolbild) - Foto: Soeren Stache/dpaImmer wieder kommt es zu schweren UnfÀllen, weil Menschen auf U- oder S-Bahn-DÀcher klettern und mitfahren. - Foto: Fabian Sommer/dpa

Zwei junge MĂ€nner sind auf dem Dach einer Berliner S-Bahn mitgefahren und dabei gestorben. Die beiden 17 und 18 Jahre alten S-Bahn-Surfer waren am frĂŒhen Morgen auf einen Zug der Linie S1 geklettert und Richtung Wannsee gefahren, wie die Polizei mitteilte. Etwa 300 Meter hinter dem S-Bahnhof Schlachtensee kollidierten sie mit einer SignalbrĂŒcke und wurden dabei tödlich verletzt, wie es hieß. 

Der S-Bahn-Verkehr auf den Linien S1 und S7 war aufgrund des Polizeieinsatzes am Morgen in beide Richtungen fĂŒr mehrere Stunden gesperrt. Auch der Bus- und Autoverkehr auf der Bundesstraße 1 waren davon betroffen. Inzwischen fahren die ZĂŒge wieder durchgehend. 

Immer wieder klettern vornehmlich junge Menschen in Berlin auf ZĂŒge oder S-Bahnen und versuchen, außen mitzufahren. Nicht selten kommt es dabei zu schweren UnfĂ€llen. Erst im Februar prallte ein ZwölfjĂ€hriger bei einer solchen Aktion auf der Linie S1 mit dem Kopf gegen eine BrĂŒcke und erlitt lebensgefĂ€hrliche Verletzungen. 

Im Juli vergangenen Jahres blieb ein 18-JĂ€hriger beim U-Bahn-Surfen an einem MetallgerĂŒst ĂŒber den Gleisanlagen hĂ€ngen und verletzte sich ebenfalls lebensbedrohlich. Im Mai 2023 wiederum war ein 19-JĂ€hriger tot auf einer S-Bahn in Berlin-Zehlendorf gefunden worden. Vermutlich war er laut Polizei wĂ€hrend der Fahrt von Hindernissen auf Kopfhöhe getroffen worden.

Nicht nur direkt Beteiligte kommen zu Schaden

Nicht immer kommen nur die direkt Beteiligten zu Schaden. Im August vergangenen Jahres verletzte ein 19-JÀhriger beim Abspringen von einem S-Bahn-Zug eine 31-jÀhrige Frau an Kopf und Schulter. 

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang immer wieder ausdrĂŒcklich vor den Gefahren, die beim Aufenthalt im Gleisbereich durch den Bahnbetrieb oder einer unzulĂ€ssigen Mitfahrt auf Schienenfahrzeugen entstehen können.

@ dpa.de