Lage in den griechischen Brandgebieten leicht entspannt
26.07.2023 - 11:53:00In Bezug auf die BrÀnde in Griechenland meldeten Reporter vor Ort am Mittwoch erstmals seit fast einer Woche eine deutliche Entspannung. Wegen der Hitze bis zu 47 Grad bleibe jedoch die Brandgefahr extrem hoch, warnten der Zivilschutz und das Wetteramt.
In der Nacht zum Mittwoch war es der griechischen Feuerwehr und rund 3000 Helfern gelungen, das beliebte Feriendorf Gennadi im SĂŒdosten der Insel Rhodos zu retten. Am Vortag hatten die Flammen die ersten HĂ€user des Dorfes erreicht und einige LagerrĂ€ume und abgelegene HĂ€user zerstört. Es gebe noch zahlreiche Brandherde im SĂŒdosten von Rhodos. Zahlreiche Löschhubschrauber und -flugzeuge waren am Mittwoch am achten Tag in Folge im Einsatz, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT).
Deutlich besser war die Lage auf der Ferieninsel Korfu im Nordwesten Griechenlands. Dort gab es im Norden keine groĂe Feuerfront mehr, berichtete der staatliche Regionalsender ERA-Korfu. Auch dort waren Löschflugzeuge im Einsatz, um die kleineren BrĂ€nde zu löschen, hieĂ es.
Waldbrandgefahr bleibt hoch
Auch auf der Insel Euböa im Nordosten Athens war die Lage am Mittwochmorgen besser als in den vergangenen drei Tagen, sagten die BĂŒrgermeister der betroffenen Region um die HafenstĂ€dte Karystos und Kymi im Staatsrundfunk.
Das Meteorologische Amt warnte am Mittwochmorgen abermals: Um die Mittagszeit werden vielerorts Temperaturen bis 46 Grad erwartet. In der beliebten Hafenstadt Nafplio im Osten der Halbinsel Peloponnes soll am frĂŒhen Nachmittag das Thermometer sogar 47 Grad zeigen, warnte das Wetteramt. Die Waldbrandgefahr bleibt extrem hoch. Das zeigt auch eine Karte des Zivilschutzes. FĂŒr fast die HĂ€lfte Griechenlands herrscht am Mittwoch höchste Brand-Alarmstufe.
Die gröĂte Gefahr besteht nach Aussagen von Meteorologen darin, dass am Donnerstag starke Winde die Temperatur auf Werte um die 35 und noch weniger Grad «nach unten drĂŒcken» werden. Da aber alles nach mehr als zehn Tagen extremer Hitze vertrocknet sei, könnten die kleinsten BrĂ€nde erneut enorme Dimensionen annehmen.
Drei Todesopfer bei BrÀnden rund um Palermo
Unterdessen sind drei Menschen sind in Folge der BrÀnde auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien gestorben. Insbesondere in der Provinz Palermo im Norden der Insel kÀmpften EinsatzkrÀfte auch am Mittwoch gegen Wald- und FlÀchenbrÀnde.
Zwei verkohlte Leichen wurden am Dienstagnachmittag in Cinisi bei Palermo in der NÀhe des Flughafens gefunden. Eine Àltere Frau starb in der Region, weil ein Rettungswagen nicht zu ihr fahren konnte, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
In Folge der BrĂ€nde sind bereits Dutzende Hektar Wald und Buschland verbrannt. Die Feuerwehr war am Mittwoch nach eigenen Angaben mit ĂŒber 3000 Feuerwehrleuten und Löschflugzeugen im Einsatz. Die Lage in den restlichen Teilen Siziliens hat sich demnach im Vergleich zu Dienstag entspannt.





