WaldbrÀnde, Nordrhein-Westfalen

Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 05:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rĂŒckt nicht mehr nĂ€her auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert. In der Nacht mussten Anwohner ihre HĂ€user verlassen.

  • Der Kampf gegen die Flammenfront bereitet den EinsatzkrĂ€ften große MĂŒhe. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Der Kampf gegen die Flammenfront bereitet den EinsatzkrĂ€ften große MĂŒhe. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
  • Das Feuer rĂŒckte 300 Meter an Wohnbebauung heran. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Das Feuer rĂŒckte 300 Meter an Wohnbebauung heran. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
  • Die Feuerwehr wĂ€ssert Wiesen vor Wohnbebauung. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Die Feuerwehr wÀssert Wiesen vor Wohnbebauung. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
Der Kampf gegen die Flammenfront bereitet den EinsatzkrĂ€ften große MĂŒhe. - Bild: Thomas Banneyer/dpa Das Feuer rĂŒckte 300 Meter an Wohnbebauung heran. - Bild: Thomas Banneyer/dpa Die Feuerwehr wĂ€ssert Wiesen vor Wohnbebauung. - Bild: Thomas Banneyer/dpa

Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn rĂŒckt nicht mehr auf die deutsche Grenze vor. Leichter Regen, kein Wind und hohe Luftfeuchtigkeit spielten den EinsatzkrĂ€ften in die HĂ€nde. «Das ist gut fĂŒr uns», sagte ein Feuerwehrsprecher in der Einsatzleitstelle in Kalterherberg, einem Stadtteil von Monschau. Es handelt sich mit rund 3.000 Hektar FlĂ€che um den grĂ¶ĂŸten Waldbrand in der Geschichte Belgiens.

Bewohner mussten HĂ€user am Abend verlassen

Das Feuer war bis 300 Meter an die deutsche Grenze herangerĂŒckt. Zudem war zeitweise befĂŒrchtet worden, dass der Wind auffrischt, sich zusĂ€tzlich ungĂŒnstig dreht und die Flammen Richtung Deutschland treibt. Die HĂ€user in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg mit rund 30 Bewohnern waren am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr evakuiert worden.

Die BrandbekÀmpfer hoffen, die HÀuser retten zu können: «Zwischen dem Feuer und den HÀusern liegen Wiesen, die wir in den vergangenen Stunden komplett mit Wasser getrÀnkt haben.» 

Gegen 16.00 Uhr sei am Sonntag die Anforderung aus Belgien gekommen, bei der BrandbekÀmpfung zu helfen. Der Einsatz sei bereits vorbereitet gewesen. «Wir beobachten das Feuer schon seit Freitag.» 

Applaus fĂŒr EinsatzkrĂ€fte

Im Minutentakt rauschten in der Nacht Transporter mit Wassertanks durch Kalterherberg ins Einsatzgebiet. Auf der nÀchsten Anhöhe war Feuerschein zu sehen, der mal stÀrker aufleuchtete und dann wieder schwÀcher wurde und zeitweise gar nicht mehr zu sehen war. 

Der Kampf gegen die Flammen werde die ganze Nacht fortgesetzt. «Wir ziehen durch», sagte Feuerwehrsprecher Tobias Schell. Auf einem Garagendach beobachteten Schaulustige das Geschehen und applaudierten jedem vorbeifahrenden Einsatzfahrzeug. 

Nicht nur die Wiesen wĂŒrden gewĂ€ssert, sondern auch große Wassertanks aufgefĂŒllt fĂŒr die Löschfahrzeuge, die die Flammen direkt bekĂ€mpfen. Das Wasser mĂŒsse von der Talsperre Perlenbach herbeigeschafft werden.

Von der angeordneten Evakuierung mehrerer StraßenzĂŒge in Kalterherberg sind nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 30 Menschen in 17 HĂ€usern betroffen. Nicht nur das Feuer, auch der Rauch sei gesundheitsgefĂ€hrdend. In einer Schule in Simmerath wurde eine Notunterkunft fĂŒr Betroffene eingerichtet. 

Waldbrand in Belgien

Der Kampf gegen die Flammenfront im Hohen Venn, der im Osten Belgiens liegt, bereitet den EinsatzkrĂ€ften weiter große MĂŒhe. Besonders zu schaffen mache ihnen der vergleichsweise starke und stĂ€ndig drehende Wind, sagte der belgische Innenminister Bernard Quintin dem Sender RTL am Sonntagabend. 

FĂŒr die unterirdisch glimmenden Torfschichten im Hochmoor auf belgischem Gebiet prophezeite der Monschauer Feuerwehrsprecher: «Das wird eine wochenlange Aktion werden.»

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