Hausen im Wiesental, Lkw-Unfall

Lkw erfasst Großmutter und Enkelkind in Hausen tödlich

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 18:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Eine 62-Jährige und ein einjähriges Kind sterben an der Unfallstelle in Hausen im Wiesental. Die Polizei ermittelt gegen den 46 Jahre alten Lastwagenfahrer.

Unfallort und Ermittlungsstand

  • Der Unfall ereignete sich am Vormittag in Hausen im Wiesental im Landkreis Lörrach.
  • Der 46 Jahre alte Lkw-Fahrer wurde nicht festgenommen; gegen ihn wird ermittelt.
  • Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Unfalls dauern an.
  • Die Großmutter und ihr Enkelkind starben noch an der Unfallstelle. (Symbolbild) - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa
  • Die Ursache für den schweren Unfall war noch unklar. - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa
Die Großmutter und ihr Enkelkind starben noch an der Unfallstelle. (Symbolbild) - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa Die Ursache für den schweren Unfall war noch unklar. - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa

Tödlicher Rückwärtsunfall in Hausen im Wiesental

Ein einjähriges Kind und seine 62 Jahre alte Großmutter sind in Hausen im Wiesental von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der 46 Jahre alte Fahrer war am Vormittag rückwärts zu einem Grundstück gefahren, als es zur Kollision mit der Frau und dem Kind im Kinderwagen kam.

Oma und Enkelkind sterben am Unfallort

Nach Angaben der Polizei befanden sich die beiden hinter dem Lkw. Die Großmutter und das Kind starben noch vor Ort.

Ermittlungen gegen den Fahrer

Gegen den Lkw-Fahrer wird nun ermittelt. Festgenommen wurde er nicht.

Ähnlicher Unfall im März

Ende März war es in Schramberg im Landkreis Rottweil zu einem ähnlichen Unglück gekommen. Ein Lastwagen erfasste dort eine 29 Jahre alte Mutter und ihren drei Jahre alten Sohn auf dem Gehweg; beide starben an der Unfallstelle.

Der 53-jährige Fahrer hatte mutmaßlich wegen einer medizinischen Ursache das Bewusstsein am Steuer verloren. Die Ermittlungen wurden später eingestellt.

Der Unfall in Hausen im Wiesental steht in einem besonders sensiblen Zusammenhang: Beim Rückwärtsfahren großer Fahrzeuge können Personen hinter dem Fahrzeug für den Fahrer schwer oder gar nicht sichtbar sein. Kinderwagen und Kleinkinder liegen zudem deutlich niedriger als das Blickfeld vieler Fahrerkabinen.

Für die rechtliche Bewertung kommt es nun auf die konkreten Umstände an. Dazu zählen unter anderem die Sichtverhältnisse, die Nutzung von Spiegeln oder Kameras, mögliche Warn- und Einweisemaßnahmen sowie die Frage, ob der Fahrer die Rückwärtsfahrt ausreichend absicherte. Gegen den 46-Jährigen wird ermittelt; festgenommen wurde er nicht.

Risiko beim Rückwärtsfahren

Der tödliche Ausgang macht zugleich deutlich, wie verletzlich Fußgänger im Umfeld von Lastwagen sind. Der ähnliche Unfall in Schramberg Ende März, bei dem eine Mutter und ihr Sohn starben, zeigt, dass solche Ereignisse im Südwesten wiederholt zu Ermittlungen gegen Lkw-Fahrer geführt haben. Im aktuellen Fall müssen die Behörden zunächst den Unfallort sichern, Spuren auswerten und den Ablauf rekonstruieren.

Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer ist vor allem der konkrete Unfallort entscheidend: Rückwärtsfahrten zu Grundstücken können Wege und Zufahrten kreuzen. Ob daraus Konsequenzen für die örtliche Verkehrsführung oder zusätzliche Sicherungen entstehen, hängt vom Ergebnis der laufenden Ermittlungen ab.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

SWR: „Lkw-Unfall in Hausen: Frau und einjähriges Kind tot“ (29.10.2026)

Der SWR berichte über den Tod der 62-jährigen Fußgängerin und des einjährigen Kindes an der Unfallstelle. Der Beitrag stelle den Ablauf der Rückwärtsfahrt und die Kollision mit dem Kinderwagen in den Mittelpunkt.

tagesschau: „Baden-Württemberg: Tödlicher Lkw-Unfall: Frau und einjähriges Kleinkind tot“ (29.10.2026)

Die tagesschau ordne den Unfall dem Ort Hausen im Wiesental im Kreis Lörrach zu und nenne den Friedhofweg als Unfallort. Wie der SWR schildere sie die Rückwärtsfahrt des Lkw und den Tod der beiden Opfer an der Unfallstelle. Offen bleibe in beiden Beiträgen der genaue Ablauf der Kollision.

Beide Beiträge stimmten beim Ort, den Opfern und dem Unfallhergang überein. Unterschiede lägen vor allem in der Schwerpunktsetzung: Der SWR beschreibe den Ablauf ausführlicher, während die tagesschau zusätzlich den Unfallort konkretisiere.

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