Umstrittenes, Cannabis-Gesetz

Umstrittenes Cannabis-Gesetz ist unterschrieben

27.03.2024 - 15:24:29 | dpa.de

Macht der BundesprÀsident das, was die Union in Bundestag und Bundesrat nicht schaffte: das Cannabis-Gesetz aufhalten? Mancher in der Unionsfraktion hoffte darauf - und wurde jetzt enttÀuscht.

  • Da der BundesprĂ€sident im Urlaub ist, hat BundesratsprĂ€sidentin Manuela Schwesig das Cannabis-Gesetz unterzeichnet. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
    Da der BundesprÀsident im Urlaub ist, hat BundesratsprÀsidentin Manuela Schwesig das Cannabis-Gesetz unterzeichnet. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
  • Das Cannabis-Gesetz der Ampel-Koalition kann wie vorgesehen am 1. April in Kraft treten. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Das Cannabis-Gesetz der Ampel-Koalition kann wie vorgesehen am 1. April in Kraft treten. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
'.$caption.' '.$caption.'

Das umstrittene Cannabis-Gesetz der Ampel-Koalition ist unterschrieben und kann wie geplant am 1. April in Kraft treten. In Vertretung von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier, der im Urlaub ist, setzte BundesratsprĂ€sidentin Manuela Schwesig ihre Unterschrift unter das Gesetz. Die PrĂŒfung habe ergeben, dass «keine verfassungsrechtlichen Bedenken einer Ausfertigung entgegenstehen», teilte das BundesprĂ€sidialamt mit. «Der Auftrag fĂŒr die VerkĂŒndung im Bundesgesetzblatt ist erteilt.»

Das nach jahrzehntelangen Diskussionen zustande gekommene Gesetz stellt eine ZĂ€sur in der deutschen Drogenpolitik dar. Es erlaubt Besitz und Anbau der Droge fĂŒr VolljĂ€hrige mit zahlreichen Vorgaben zum Eigenkonsum. Das Gesetz hatte erst am vergangenen Freitag den Bundesrat passiert.

Die Unionsfraktion im Bundestag hoffte anschließend, das Gesetz könne noch aufgehalten werden, indem der BundesprĂ€sident es nicht unterzeichnet. Ihr gesundheitspolitischer Sprecher Tino Sorge hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt: «Das Gesetz sollte nach der chaotischen Debatte der letzten Wochen vorerst gestoppt werden. DafĂŒr ist es noch nicht zu spĂ€t.»

Der BundesprĂ€sident prĂŒft Gesetze im Wesentlichen darauf, ob sie nach den Vorschriften des Grundgesetzes zustande gekommen sind. Nach ĂŒberwiegender juristischer Meinung steht ihm daneben in engen Grenzen auch ein materielles PrĂŒfungsrecht zu. Danach kann er die Unterschrift unter ein Gesetz verweigern, wenn dessen Inhalt ganz offensichtlich gegen das Grundgesetz verstĂ¶ĂŸt.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
unterhaltung | 65048292 |