Meghan Markle, Thomas Markle Sr.

Meghan wusste seit 2019 von Vorwürfen gegen ihren Vater

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 15:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Metropolitan Police bestätigte, dass sie Meghan und Prinz Harry bereits 2019 über ein Schreiben mit Vorwürfen gegen Thomas Markle Sr. informierte. Parallel prüfen philippinische Behörden die Anzeige; auch das FBI hat den Vorgang im Blick.

Polizeivorgang und Ermittlungsansätze

  • Die Metropolitan Police erhielt das Schreiben 2019 und leitete es an Meghan und Prinz Harry weiter.
  • Das philippinische Justizministerium bestätigte eine Anzeige gegen Thomas Markle Sr., der inzwischen 82 Jahre alt ist.
  • Die britische Polizei prüft, ob sie den Vorgang der unabhängigen Polizeiaufsicht melden muss.
Meghan zeigt sich schockiert über die Vorwürfe gegen ihren Vater. (Archivbild) - Bild: Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Metropolitan Police informierte Meghan bereits 2019

Herzogin Meghan ist nach Angaben der Metropolitan Police bereits vor Jahren über Vorwürfe gegen ihren Vater Thomas Markle Sr. informiert worden. Die Polizei leitete ein 2019 eingegangenes Schreiben mit Vorwürfen wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens an Meghan und Prinz Harry weiter.

Prüfung durch britische Polizeiaufsicht

Die Metropolitan Police teilte mit, sie habe damals keine Details mit anderen Strafverfolgungsbehörden geteilt. Nun werde geprüft, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde gemeldet werden müsse.

Hintergrund sind Berichte, wonach Thomas Markle Sr. in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben soll. Die britische Boulevardzeitung The Sun berief sich dabei auf Thomas Markle Jr., den Sohn des 82-Jährigen.

Anzeige auf den Philippinen bestätigt

Thomas Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, weist die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als „kranke Lügen“. Das philippinische Justizministerium bestätigte eine Anzeige gegen ihn; zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.

FBI signalisiert mögliche Unterstützung

Das FBI teilte mit, es habe Kenntnis von den Vorwürfen und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Zusätzlich würden damit zusammenhängende Vorwürfe geprüft, die Verstöße gegen US-Bundesgesetze betreffen könnten.

Meghan hatte sich am Freitag „zutiefst bestürzt“ über die Berichte gezeigt. Sie erklärte zugleich, bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über „verstörende Vorwürfe“ gegen ihren Vater informiert worden zu sein.

Kontaktabbruch im selben Jahr

Die Herzogin brach den Kontakt zu ihrem Vater im selben Jahr ab. In ihrer Erklärung stellte sie den Schritt in den Zusammenhang mit dem Schutz ihrer Kinder.

Die Meldung berührt mehrere Ebenen: den Umgang britischer Behörden mit Hinweisen auf mutmaßliche Straftaten im Ausland, mögliche Ermittlungen auf den Philippinen und die seit Jahren öffentlich belastete Beziehung zwischen Meghan und ihrem Vater.

Nach Angaben der Metropolitan Police ging das Schreiben 2019 ein und wurde an Meghan und Prinz Harry weitergeleitet. Dass nun geprüft wird, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsicht gemeldet werden muss, richtet den Blick auf die damalige Bearbeitung des Hinweises und auf die Frage, welche Zuständigkeiten bei Vorwürfen mit Auslandsbezug greifen.

Ermittlungen mit mehreren Zuständigkeiten

Im Mittelpunkt der strafrechtlichen Prüfung stehen die Philippinen, wo sich das frühere Haus von Thomas Markle Sr. befunden haben soll. Das philippinische Justizministerium ordnet die Anzeige einer Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet zu. Das FBI hat nach eigenen Angaben Kenntnis von den Vorwürfen und könnte die philippinischen Behörden bei einem Bezug zu US-Bundesrecht unterstützen.

Für Meghan hat der Vorgang zugleich eine persönliche Dimension. Sie erklärt, bereits Jahre zuvor informiert worden zu sein, und verbindet den Kontaktabbruch zu ihrem Vater mit dem Schutz ihrer Kinder. Strafrechtlich entscheidend sind nun die Sicherung und Bewertung möglicher Beweismittel sowie die Zuständigkeit der beteiligten Behörden; die Vorwürfe selbst sind keine Feststellung einer Schuld.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Besaß Thomas Markle kinderpornografisches Material? Meghan: ‚Ich hoffe, jetzt verstehen es alle‘“ (23.10.2026)

Der Beitrag stellt Meghans Erklärung und die Vorwürfe gegen ihren Vater in den Mittelpunkt. Anders als die dpa-Meldung schildert er ausführlicher die Reaktionen von Familienmitgliedern und die gegenseitigen Zurückweisungen.

ZDFheute: „Herzogin Meghan: Ermittlungen gegen Vater wegen Kinderpornografie“ (23.10.2026)

Der Beitrag hebt neben den Vorwürfen besonders hervor, dass Meghan nach eigener Darstellung bereits 2018 informiert worden sei. Er ordnet den Kontaktabbruch zusätzlich in den früheren Streit über Medienauftritte und die Hochzeit ein. Gemeinsam bleibt offen, wie die zuständigen Behörden die Vorwürfe und den früheren Polizeivorgang bewerten.

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