Updateme, Niedersachsen

DLRG: Junge MÀnner ertrinken hÀufiger

23.09.2025 - 06:00:55

Mehr als 300 Menschen sind 2025 schon in Deutschland beim Baden gestorben. Die Zahl sank damit. Doch MĂ€nner zwischen 21 und 30 sind besonders gefĂ€hrdet. Was die DLRG ĂŒber mögliche Ursachen sagt.

In deutschen GewÀssern sind dieses Jahr bis Mitte September mindestens 321 Menschen ertrunken. Das waren 33 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilt. Besonders auffÀllig ist jedoch ein Anstieg bei jungen MÀnnern.

In der Altersgruppe von 21 bis 30 Jahren starben insgesamt 45 Menschen, so viele wie zuletzt 2019. Bis auf eine einzige Ausnahme waren alle von ihnen mÀnnlich. 

DLRG-PrÀsidentin Ute Vogt sagte: «MÀnner jeden Alters verunfallen weiterhin deutlich hÀufiger. Sie schÀtzen ihre körperliche Verfassung falsch ein, verkennen Gefahren öfter, handeln risikobereiter und gehen auch hÀufiger unter Alkoholeinfluss ins Wasser.»

Mehr Opfer in Seen, Teichen und SchwimmbÀdern

Die meisten Opfer kamen laut DLRG in Seen und Teichen um: 142 Menschen starben hier, und damit zehn mehr als im Vorjahreszeitraum. In FlĂŒssen und BĂ€chen ertranken mit 116 Menschen deutlich weniger als im Vorjahr. 

Auch in KanÀlen und im Meer verzeichnete die DLRG weniger TodesfÀlle. In SchwimmbÀdern starben dagegen 13 Menschen und damit drei mehr als im Vorjahreszeitraum.

Wie im Vorjahreszeitraum verunglĂŒckten mindestens zwölf Kinder im Alter bis 10 Jahre. Unter den Ă€lteren Erwachsenen ging die Zahl der TodesfĂ€lle zurĂŒck. Rund die HĂ€lfte aller ertrunkenen Menschen war Ă€lter als 50 Jahre.

Regional stieg entgegen dem bundesweiten Trend die Zahl der Opfer unter anderem in Bayern, Hamburg, Hessen und ThĂŒringen. In anderen BundeslĂ€ndern waren die Zahlen rĂŒcklĂ€ufig. Insgesamt verhinderten RettungskrĂ€fte nach Angaben der DLRG in vielen FĂ€llen Schlimmeres.

@ dpa.de