Mallorca, Spanien

KegelbrĂŒder erhalten Großteil der Kaution zurĂŒck

04.02.2026 - 14:36:54 | dpa.de

Mehr als 368.000 Euro bekommen die angeklagten KegelbrĂŒder zurĂŒck – doch die Staatsanwaltschaft fordert weiter sieben Jahre Haft. Was steckt hinter dem ĂŒberraschenden Gerichtsbeschluss?

  • Die Justiz auf Mallorca hat gegen die sogenannten KegelbrĂŒder Anklage wegen vorsĂ€tzlicher Brandstiftung erhoben und sieben Jahre Haft gefordert. (Archivbild) - Foto: 5vision/dpa
    Die Justiz auf Mallorca hat gegen die sogenannten KegelbrĂŒder Anklage wegen vorsĂ€tzlicher Brandstiftung erhoben und sieben Jahre Haft gefordert. (Archivbild) - Foto: 5vision/dpa
  • Die spanische RechtsanwĂ€ltin der Deutschen, gegen die Anklage wegen vorsĂ€tzlicher Brandstiftung erhoben wurde, betonte die Unschuld der KegelbrĂŒder. (Archivbild) - Foto: 5vision/dpa
    Die spanische RechtsanwĂ€ltin der Deutschen, gegen die Anklage wegen vorsĂ€tzlicher Brandstiftung erhoben wurde, betonte die Unschuld der KegelbrĂŒder. (Archivbild) - Foto: 5vision/dpa
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Die wegen Brandstiftung auf Mallorca angeklagten Hobbykegler aus dem MĂŒnsterland erhalten einen Großteil der fĂŒr ihre Freilassung hinterlegten Kaution zurĂŒck. Einen entsprechenden Medienbericht bestĂ€tigte eine Justizsprecherin auf Anfrage. Die acht Angeklagten hatten 2022 insgesamt 500.000 Euro hinterlegen mĂŒssen, um nach rund zwei Monaten aus der Untersuchungshaft freizukommen. Das Landgericht ordnete in dem Beschluss an, dass die Kaution auf 131.430,60 Euro gesenkt werde. Somit mĂŒssten die Deutschen mehr als 368.000 Euro zurĂŒckbekommen. Die sogenannten KegelbrĂŒder haben von Anfang an jede Schuld an dem Brand zurĂŒckgewiesen. 

Was sagt die Strafverteidigerin?

Als Grund fĂŒr die Neuberechnung habe das Gericht angefĂŒhrt, Gutachten seien zwischenzeitlich zu einer wesentlich geringeren Schadenshöhe gekommen, als zunĂ€chst unmittelbar nach dem Brand vor fast vier Jahren angenommen worden sei. «Es ist ein großer Erfolg», sagte die spanische Strafverteidigerin der Deutschen, Maria Barbancho, wie Inselmedien berichteten. 

An der Anklage Ă€ndert sich allerdings nichts. Nach dem Willen der spanischen Staatsanwaltschaft sollen sie wegen vorsĂ€tzlicher Brandstiftung fĂŒr sieben Jahre ins GefĂ€ngnis. Zudem sollen sie zusammen Schadenersatz in Höhe von 100.000 Euro zahlen. Die jungen MĂ€nner haben von Anfang an bestritten, fĂŒr den Brand am 20. Mai 2022 in einer Kneipe am Ballermann verantwortlich zu sein. Wann der Prozess beginnen könnte, ist noch nicht bekannt.

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