Updateme, Bayern

Flughafen wegen verdÀchtiger Wahrnehmungen zweimal gesperrt

19.10.2025 - 12:01:34

Mehrere Menschen melden in der Nacht «verdÀchtige Wahrnehmungen in der Luft», die Flugsicherung reagiert. Ein Polizeihubschrauber findet nichts. Die Auswirkungen halten sich in Grenzen.

Wegen verdĂ€chtiger Wahrnehmungen in der Luft ist der MĂŒnchner Flughafen in der Nacht zum Sonntag zweimal kurzfristig gesperrt worden. Die Flugsicherung setzte den Flugverkehr gegen 22.00 Uhr fĂŒr rund eine halbe Stunde aus, wie ein Sprecher sagte. Eine weitere kurze Sperrung gab es gegen 23.00 Uhr. Am Sonntag lief der Flugverkehr wieder regulĂ€r.

Eine Maschine in Richtung Porto konnte wegen des dort geltenden Nachtlandeverbots nicht mehr starten, wie eine Sprecherin des Flughafens sagte. Die Passagiere wurden in einem Hotel untergebracht. Drei Maschinen in Richtung MĂŒnchen wurden nach NĂŒrnberg umgeleitet. Zwei davon konnten spĂ€ter noch nach MĂŒnchen weiterfliegen, eine musste nach Frankfurt zurĂŒckkehren. 

Auslöser der Sperre war laut Bundespolizei, dass mehrere Personen - darunter auch Polizisten und Mitarbeiter des Flughafens «verdÀchtige Wahrnehmungen in der Luft» gemeldet hatten. Ob es sich dabei um Drohnen handelte, ist unklar. Noch in der Nacht stieg ein Hubschrauber der bayerischen Polizei auf und suchte das GelÀnde ab. Er entdeckte dabei aber weder Drohnen noch verdÀchtige Personen. 

Ermittlungen durch bayerische Polizei

Die weiteren Ermittlungen wĂŒrden durch die bayerische Polizei ĂŒbernommen, hieß es von der Bundespolizei. Im Umfeld des Flughafens sei die jeweils örtlich zustĂ€ndige Landespolizei prĂ€ventiv verantwortlich, auf dem FlughafengelĂ€nde die Bundespolizei. Die Strafverfolgung obliege der Landespolizei, erklĂ€rte ein Sprecher. 

FĂŒr die Abwehr und Entdeckung von Drohnen seien an VerkehrsflughĂ€fen die Deutsche Flugsicherung, die Landesluftsicherheitsbehörden, die Flughafenbetreiber, die Polizeien der LĂ€nder sowie die Bundespolizei zustĂ€ndig. Die Maßnahmen erfolgten «in bewĂ€hrter enger Abstimmung aller beteiligten Stellen auf Grundlage gemeinsam konzipierter NotfallplĂ€ne».

Tausende Reisende Anfang Oktober gestrandet

Anfang Oktober war an zwei aufeinanderfolgenden Abenden der Luftverkehr am Airport der bayerischen Landeshauptstadt nach mutmaßlichen Drohnensichtungen eingestellt worden. An den beiden Tagen waren die Auswirkungen deutlich grĂ¶ĂŸer: Knapp 10.000 Reisende waren betroffen. Einige von ihnen mussten damals auf Feldbetten und Isomatten in den Terminals ĂŒbernachten. 

Einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa zufolge wĂ€ren 79 Prozent der Menschen in Deutschland dafĂŒr oder eher dafĂŒr, dass illegale Drohnen beispielsweise ĂŒber FlughĂ€fen abgeschossen werden dĂŒrfen. Nur 6 Prozent sprechen sich (eher) gegen einen möglichen Abschuss aus. Bayern hat nach den DrohnenvorfĂ€llen Anfang des Monats bereits ein Gesetz zum Abschuss auf den Weg gebracht.

@ dpa.de