TĂ€ter, Randale

TĂ€ter stellen sich nach Randale in Forensik am Niederrhein

10.05.2025 - 14:02:20

Mehrere randalierende Patienten in der psychiatrischen Klinik sollen Barrikaden gebaut und Möbel angezĂŒndet haben. Die Polizei rĂŒckt mit Spezialeinheiten an - und kann die Lage damit auflösen.

  • In der Einrichtung sind psychisch kranke StraftĂ€ter untergebracht. (Symbolbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

    Hendrik Schmidt/dpa

  • Den 27-JĂ€hrigen nahm die Polizei in Gewahrsam. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

In der Einrichtung sind psychisch kranke StraftÀter untergebracht. (Symbolbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpaDen 27-JÀhrigen nahm die Polizei in Gewahrsam. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Mehrere Patienten haben in einer forensischen Klinik in Bedburg-Hau am Niederrhein randaliert. Auch ein Feuer im Innern der Klinik fĂŒr psychisch kranke StraftĂ€ter brach aus. Mit einem Großaufgebot von zahlreichen KrĂ€ften und Spezialeinheiten gelang es der Polizei schließlich, die Lage unter Kontrolle zu bringen. 

Laut Polizeimitteilung hatte sich ein 27 Jahre alter aggressiver Patient in der Klinik in einem GebĂ€ude eingeschlossen. Mehrere weitere Patienten solidarisierten sich daraufhin mit ihm. Nach dpa-Informationen aus Polizeikreisen sollen sie Barrikaden gebaut und Möbel angezĂŒndet haben. Beim Anblick des massiven Polizeiaufgebots soll sich die TĂ€tergruppe aber gestellt haben. 

Der 27-JÀhrige sei in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Demnach wurden 17 Personen unter Kontrolle gebracht. 

Polizei rĂŒckt mit schwer bewaffneten Einheiten aus

Die Polizei war am Morgen ĂŒber einen randalierenden Patienten in der Klinik informiert worden. «Die Situation war zwischenzeitlich sehr unĂŒbersichtlich», sagte eine Sprecherin. AnfĂ€ngliche BefĂŒrchtungen einer Geiselnahme bestĂ€tigten sich nicht. 

Das Klinikpersonal verließ mit den restlichen unbeteiligten Patienten das GebĂ€ude und brachte diese im umzĂ€unten Bereich der Klinik in Sicherheit, hieß es in einer Mitteilung.

«Als die Kollegen eingetroffen sind, war relativ schnell klar, dass es sich nicht um einen Patienten handelt, sondern um mehrere», so ein Sprecher der Polizei vor Ort. «FĂŒr uns war klar, das ist eine Lage, wo wir weitere KrĂ€fte brauchen», so der Sprecher weiter. 

Unklar war zunĂ€chst jedoch, wie viele Patienten sich dem Randalierer angeschlossen hatten. Zahlreiche schwer bewaffnete KrĂ€fte von Spezialeinheiten rĂŒckten aus. Teilweise seien sie sogar mit Hubschraubern eingeflogen worden. 

Keine Gefahr fĂŒr die Bevölkerung

Verletzte habe es keine gegeben. «Es ist auch niemand ausgebĂŒxt», so die Sprecherin weiter. «Eine Gefahr fĂŒr die Bevölkerung bestand nicht - auch nicht durch das inzwischen gelöschte Feuer»

In der entsprechend gesicherten Einrichtung sind StraftÀter mit Suchterkrankung oder schwerer seelischer Erkrankung untergebracht.

@ dpa.de