Mexiko-Stadt stellt Rekord mit 33 Meter hoher Catrina auf
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 17:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRekordfigur eröffnet Totengedenken
- Guinness-Rekordprüfer Alfredo Arista überreichte Clara Brugada die Urkunde am Zócalo.
- Die Catrina besteht aus Karton, Glasfaser, Textilien und Stahl und trägt ein violettes Kleid.
- Am Samstag folgt in Mexiko-Stadt eine Parade mit kostümierten Darstellern und geschmückten Wagen.
Mexiko-Stadt eröffnet Día de Muertos mit Rekord-Catrina
Eine mehr als 33 Meter hohe Skelettfrau hat in Mexiko-Stadt den Guinness-Rekord für die größte Catrina der Welt aufgestellt. Mit der Übergabe der Urkunde und der Beleuchtung des Zócalo begannen offiziell die Feierlichkeiten zum Tag der Toten.
Urkunde für die Bürgermeisterin
Die Catrina besteht aus Karton, Glasfaser, Textilien und Stahl und trägt ein violettes Kleid. Guinness-Rekordprüfer Alfredo Arista überreichte das Zertifikat der Bürgermeisterin Clara Brugada am zentralen Zócalo-Platz.
Blumen schmücken den Zócalo
Rund 70.000 orangefarbene Studentenblumen, auf Spanisch Cempasúchil, schmücken den Platz im historischen Zentrum. Die Blumen werden in Mexiko auch für Gräber und Hausaltäre verwendet.
Gedenken an die Verstorbenen
Der Día de Muertos erinnert an verstorbene Angehörige. Nach indigenen Traditionen kehren deren Seelen am 1. und 2. November zu ihren Familien zurück, die dafür Altäre, sogenannte ofrendas, aufstellen.
Die katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen bilden den religiösen Anlass. Die UNESCO nahm den Brauch 2008 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.
Parade folgt am Samstag
Am Samstag ist in Mexiko-Stadt eine große Parade mit kostümierten Darstellern und geschmückten Wagen geplant. Der Umzug entstand als moderne Tradition nach einer Szene aus dem James-Bond-Film „Spectre“ aus dem Jahr 2015 und findet seit 2016 jährlich statt.
Im vergangenen Jahr verfolgten 1,5 Millionen Menschen die Parade. Sie zieht inzwischen auch viele Touristen an.
Der Día de Muertos verbindet in Mexiko religiöse Bezüge mit indigenen Vorstellungen vom Besuch der Verstorbenen. Im Mittelpunkt stehen Altäre, Fotos, Erinnerungsstücke, Speisen und Blumen. Die orangefarbenen Cempasúchil gelten dabei als prägendes Symbol der Festtage.
Die Feierlichkeiten in Mexiko-Stadt zeigen zugleich, wie stark sich das Totengedenken im öffentlichen Raum etabliert hat. Der Zócalo wird mit zehntausenden Blumen gestaltet und durch eine monumentale Catrina zum zentralen Schauplatz. Das Motiv der Skelettfrau steht für die mexikanische Tradition, den Tod sichtbar, farbenreich und teils humorvoll darzustellen.
Tradition und moderne Inszenierung
Die UNESCO führt den Día de Muertos seit 2008 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Neben familiären Ritualen prägen inzwischen auch öffentliche Installationen und Veranstaltungen das Fest. Die große Parade von Mexiko-Stadt gehört zu den jüngeren Elementen: Sie wurde durch eine Szene aus dem Film „Spectre“ angeregt und seit 2016 als jährlicher Umzug organisiert.
Für Besucher bedeutet das Fest eine Verbindung aus Erinnerungskultur, religiösen Bezügen und urbanem Großereignis. Die Rekord-Catrina und die Blumen auf dem Zócalo machen diese Verbindung sichtbar, ohne den familiären Kern des Gedenkens zu ersetzen.
