Hafenzufahrt, Baltimore

Hafenzufahrt von Baltimore wieder frei

11.06.2024 - 12:41:29

Mit schwerem GerĂ€t und hunderten EinsatzkrĂ€ften wurden rund 50.000 Tonnen TrĂŒmmer aus dem Wasser geborgen. Doch die Arbeit ist noch nicht beendet.

Elf Wochen nach dem Einsturz einer großen AutobahnbrĂŒcke in der US-Stadt Baltimore ist die Hafeneinfahrt wieder vollstĂ€ndig befahrbar. Der Kanal sei freigerĂ€umt worden und habe nun wieder seine ursprĂŒngliche BetriebsgrĂ¶ĂŸe von etwa 210 Metern Breite und 15 Metern Tiefe, hieß es in einer Mitteilung der zustĂ€ndigen Behörden. Zuvor hatte es demnach nur eine begrenzte Schneise fĂŒr kommerziellen Schiffsverkehr gegeben.

Ende MĂ€rz hatte das Containerschiff «Dali» einen StĂŒtzpfeiler der Francis Scott Key Bridge gerammt und die mehr als 2,5 Kilometer lange, vierspurige AutobahnbrĂŒcke so zum Einsturz gebracht. Seitdem hatten die Bergungsteams daran gearbeitet, BrĂŒckenteile aus dem Wasser zu bergen und das Schiff, das teilweise von TrĂŒmmern begraben worden war, von der Unfallstelle zu entfernen. Der BrĂŒckeneinsturz mit sechs Toten hatte auch immense wirtschaftliche Auswirkungen, da einer der bedeutendsten SeehĂ€fen der USA temporĂ€r nicht nutzbar war.

Rund 50.000 Tonnen TrĂŒmmer seien in den vergangenen Monaten aus dem Patapsco River entfernt worden, teilten die Behörden weiter mit. Mehr als 1500 EinsatzkrĂ€fte und etwa 500 Spezialisten aus aller Welt seien mit LastkĂ€hnen, SchwimmkrĂ€nen und Baggern an den Arbeiten beteiligt gewesen. «Wir können Großes erreichen, wenn wir zusammenarbeiten», hieß es in einer Mitteilung des Gouverneurs von Maryland, Wes Moore. Die Arbeit sei aber erst beendet, wenn die Francis Scott Key Bridge wieder aufgebaut sei.

Bei dem UnglĂŒck waren sechs MĂ€nner ums Leben gekommen. Es handelte sich dabei um Bauarbeiter lateinamerikanischer Herkunft, die zum Unfallzeitpunkt Reparaturen auf der BrĂŒcke durchfĂŒhrten. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Schiff womöglich wegen eines Stromausfalls manövrierunfĂ€hig geworden. Die US-Bundespolizeibehörde FBI leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

@ dpa.de