Obduktion, Tod

Obduktion soll Tod von Extremsportler Baumgartner klÀren

18.07.2025 - 09:05:47

Mit seinem Sprung aus der StratosphĂ€re machte Felix Baumgartner große Schlagzeilen. Jetzt wird gerĂ€tselt, warum er bei einem vergleichsweise harmlosen Flug mit dem Gleitschirm ums Leben kam.

Nach dem Tod des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner beim Absturz mit seinem Gleitschirm soll eine Obduktion die Ursache klĂ€ren. Zudem wird untersucht, ob das SportgerĂ€t möglicherweise einen technischen Defekt hatte, wie die italienischen Behörden mitteilten. Der 56-JĂ€hrige war am Donnerstag mit seinem motorisierten Paraglider im Badeort Porto Sant'Elpidio an der Adria-KĂŒste zu Tode gestĂŒrzt. 

Baumgartner hatte 2012 mit einem Sprung aus 39 Kilometern Höhe in der StratosphĂ€re hinunter auf die Erde Schlagzeilen rund um die Welt gemacht. Der gelernte Automechaniker absolvierte auch zahlreiche andere extreme SprĂŒnge. Zum VerhĂ€ngnis wurde ihm nun ein Flug mit dem Gleitschirm wĂ€hrend des Urlaubs in Italien.

UnglĂŒck von HotelgĂ€sten beobachtet

Vermutet wird bislang, dass der Österreicher durch einen SchwĂ€cheanfall die Kontrolle ĂŒber seinen motorisierten Paraglider verlor. Dann prallte er auf der Anlage eines Hotels auf die Erde. Unklar ist, ob er dabei noch bei Bewusstsein war. Alle Versuche, ihn zu reanimieren, blieben nach Angaben der Feuerwehr ohne Erfolg. Bei dem Aufprall wurde eine Animateurin der Anlage durch ein TrĂŒmmerteil leicht verletzt. 

Der Österreicher hatte sich zusammen mit seiner Frau in der beliebten Urlaubsregion an der Adria aufgehalten. Zahlreiche GĂ€ste des Hotels beobachteten das UnglĂŒck. Einen Termin fĂŒr die Obduktion nannten die Behörden zunĂ€chst nicht. Die Untersuchungen des Paragliders laufen bereits.

Rekordsprung 2012 von Millionen verfolgt

Der Österreicher war 2012 rund um die Welt bekanntgeworden, als er als erster Mensch bei einem Sprung im freien Fall Schallgeschwindigkeit erreichte. Im Fernsehen und im Internet sahen viele Millionen Menschen live zu, wie er sich aus fast 40 Kilometern in die Tiefe stĂŒrzte. Dabei erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 1.300 Stundenkilometern. Zudem holte er den Rekord fĂŒr den höchsten bemannten Ballonflug und den höchsten Fallschirmsprung. Baumgartner landete damals im US-Staat New Mexico.

@ dpa.de