Auto fÀhrt in Stuttgart in Menge - eine Tote
02.05.2025 - 22:39:02Es geschieht an einem der ersten warmen Abende in der Stuttgarter Innenstadt: An der zentralen Stadtbahn-Haltestelle am Olgaeck warten Menschen nach dem Feierabend auf die nĂ€chste Bahn, als plötzlich ein schwarzer GelĂ€ndewagen um die Ecke biegt und in eine Menschenmenge fĂ€hrt. Mindestens acht Menschen werden dabei verletzt, drei davon laut Feuerwehr lebensgefĂ€hrlich. Eine Person muss vor Ort wiederbelebt werden. Noch am Abend erliegt eine 46-JĂ€hrige im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen.Â
Der Fahrer des Wagens, ein 42-JĂ€hriger, wird nach Angaben der Polizei festgenommen. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich bei dem Vorfall laut Polizei aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Unfall. «Nach aktuellem Ermittlungsstand liegen derzeit keinerlei Hinweise vor, die auf eine vorsĂ€tzliche Gewalttat oder ein Anschlagsgeschehen schlieĂen lassen», heiĂt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.Â
Die Ermittlungen dauern an. OberbĂŒrgermeister Frank Nopper und OrdnungsbĂŒrgermeister Clemens Maier teilen am Abend mit: «Wir sind erschĂŒttert ĂŒber diesen tragischen Verkehrsunfall.»
EinsatzkrĂ€fte schĂŒtzen Unfallort vor Blicken
Die Leichtverletzten behandeln die EinsatzkrĂ€fte in einer Art Bus der Feuerwehr, nach und nach können die Menschen diesen wieder verlassen und werden weggefĂŒhrt. Feuerwehr, RettungskrĂ€fte und Polizei arbeiten in einem weitrĂ€umig abgesperrten Bereich und hĂ€ngen den Ort des Vorfalls mit Planen zum Sichtschutz ab.
Auf Fotos sind noch Ăberreste des Materials der RettungskrĂ€fte zu sehen: Plastikhandschuhe, TĂŒten, Verbandmaterial. Am Unfallort liegt auch ein zusammengeklappter Kinderwagen. Inwieweit auch Kinder beteiligt waren, kann ein Polizeisprecher aber zunĂ€chst nicht sagen.
Auto kommt teils auf FuĂgĂ€ngerweg zum Stehen
Die genauen HintergrĂŒnde des Vorfalls sind noch unklar. Auch wie schnell das Auto in die Menge fuhr, ist zunĂ€chst nicht bekannt. Unfallspezialisten schauen sich den Ort des Geschehens einer Polizeisprecherin zufolge genau an, Zeugen werden verhört.
Der Vorfall ereignet sich gegen 17.50 Uhr an der oberirdischen U-Bahn-Haltestelle Olgaeck. Das Fahrzeug kommt dort teils auf der StraĂe, teils auf dem Bereich, auf dem sonst FuĂgĂ€nger an der Ampel warten mĂŒssen, zum Stehen. Das eigentlich stabil wirkende MetallgelĂ€nder dahinter ist umgebogen.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei biegt der Mann aus einer einspurigen NebenstraĂe nach rechts auf die stadtauswĂ€rts fĂŒhrende mehrspurige BundesstraĂe ab und fĂ€hrt dabei in die Menschengruppe, die wohl von der Stadtbahn-Haltestelle kommt.
Bahnen fahren nicht mehr
Die Haltestelle liegt mittig. Auf dieser Seite fĂŒhrt die StraĂe stadtauswĂ€rts aus dem Tal-Kessel heraus, auf der anderen Seite stadteinwĂ€rts. Der Unfallort befindet sich auĂerhalb der teils verkehrsberuhigten Innenstadt, östlich des Cityrings. An der oberirdischen Haltestelle fahren mehrere wichtige U-Bahn-Linien ab.Â
Die Verkehrslage an dem wichtigen Knotenpunkt normalisiert sich am Abend wieder langsam. Nachdem die StraĂe und die Bahn-Strecke zeitweise komplett gesperrt waren und weder Fahrzeuge noch Bahnen passieren konnten, gibt die Polizei am Abend zunĂ€chst die Gegenfahrbahn wieder frei. Auch StraĂenbahnen passieren die Unfallstelle wieder.
Am Abend lĂ€dt ein Abschleppwagen das Unfallfahrzeug - laut Polizei eine schwarze Mercedes-G-Klasse, also eine Art GelĂ€ndewagen - auf und transportiert es ab. Auf der StraĂe bleiben nur weiĂe Markierungen der Position des Autos zurĂŒck.


