Schock, Haltestelle

Schock an der Haltestelle - Auto fÀhrt in Stuttgart in Menge

02.05.2025 - 21:37:32

Mitten im Feierabendverkehr fÀhrt in der Stuttgarter Innenstadt ein Auto in eine Menschengruppe an einer U-Bahn-Haltestelle. Mehrere Menschen werden teils schwer verletzt.

Es geschieht an einem der ersten warmen Abende in der Stuttgarter Innenstadt: An der zentralen Stadtbahn-Haltestelle am Olgaeck warten Menschen nach dem Feierabend auf die nÀchste Bahn, als plötzlich ein schwarzer GelÀndewagen um die Ecke biegt und in eine Menschenmenge fÀhrt. Mindestens acht Menschen werden dabei verletzt, drei davon laut Feuerwehr lebensgefÀhrlich. Alle drei werden in Stuttgarter KrankenhÀuser eingeliefert. Eine Person muss vor Ort wiederbelebt werden.

Auf Fotos sind noch Überreste des Materials der RettungskrĂ€fte zu sehen: Plastikhandschuhe, TĂŒten, Verbandmaterial. Am Unfallort liegt auch ein zusammengeklappter Kinderwagen, inwieweit auch Kinder beteiligt waren, kann ein Polizeisprecher aber zunĂ€chst nicht sagen.

EinsatzkrĂ€fte schĂŒtzen Unfallort vor Blicken

Die Leichtverletzten behandeln die EinsatzkrĂ€fte in einer Art Bus der Feuerwehr, nach und nach können die Menschen diesen wieder verlassen und werden weggefĂŒhrt. Feuerwehr, RettungskrĂ€fte und Polizei arbeiten in einem weitrĂ€umig abgesperrten Bereich und hĂ€ngen den Ort des Vorfalls mit Planen zum Sichtschutz ab.

Nach ersten Ermittlungen handelt es sich bei dem Vorfall laut Polizei aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Unfall. «Wir gehen im Moment von einem Unfall aus, ermitteln aber in alle Richtungen», sagt ein Sprecher. Ausschließen könne man eine Amokfahrt nie, man könne nicht in die Köpfe der Menschen hineinschauen. 

Auto kommt teils auf FußgĂ€ngerweg zum Stehen

Der Fahrer des Autos, ein 42 Jahre alter Mann, wird nach Polizeiangaben festgenommen und vernommen. Die genauen HintergrĂŒnde sind noch unklar. Auch wie schnell das Auto in die Menge fuhr, ist zunĂ€chst nicht bekannt. Unfallspezialisten schauen sich den Ort des Geschehens einer Polizeisprecherin zufolge genau an, Zeugen werden verhört.

Der Vorfall ereignet sich gegen 17.50 Uhr an der oberirdischen U-Bahn-Haltestelle Olgaeck. Das Fahrzeug kommt dort teils auf der Straße, teils auf dem Bereich, auf dem sonst FußgĂ€nger an der Ampel warten mĂŒssen, zum Stehen. Das eigentlich stabil wirkende MetallgelĂ€nder dahinter ist umgebogen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei biegt der Mann aus einer einspurigen Nebenstraße nach rechts auf die stadtauswĂ€rts fĂŒhrende mehrspurige Bundesstraße ab und fĂ€hrt dabei in die Menschengruppe, die wohl von der Stadtbahn-Haltestelle kommt.

Bahnen fahren nicht mehr

Die Haltestelle liegt mittig. Auf dieser Seite fĂŒhrt die Straße stadtauswĂ€rts aus dem Tal-Kessel heraus, auf der anderen Seite stadteinwĂ€rts. Der Unfallort befindet sich außerhalb der teils verkehrsberuhigten Innenstadt, östlich des Cityrings. An der oberirdischen Haltestelle fahren mehrere wichtige U-Bahn-Linien ab. 

Am Abend normalisiert sich die Verkehrslage an dem wichtigen Knotenpunkt wieder langsam. Nachdem die Straße und die Bahn-Strecke zeitweise komplett gesperrt waren und weder Fahrzeuge noch Bahnen passieren konnten, gibt die Polizei am Abend zunĂ€chst die Gegenfahrbahn wieder frei. Auch Straßenbahnen passieren die Unfallstelle wieder.

Am Abend lĂ€dt ein Abschleppwagen das Unfallfahrzeug - laut Polizei eine schwarze Mercedes-G-Klasse - auf und transportiert es ab. Die Mercedes-G-Klasse ist eine Art GelĂ€ndewagen. Auf der Straße bleiben nur weiße Markierungen der Position des Autos zurĂŒck.

@ dpa.de