Tödliche, SchĂŒsse

Tödliche SchĂŒsse in Bielefeld - Polizei sucht TĂ€ter

10.03.2024 - 14:49:10

Mitten in der Bielefelder FußgĂ€ngerzone wird ein 38 Jahr alter Mann niedergeschossen. Über die kaltblĂŒtige Tat dringen zunĂ€chst wenig Informationen nach außen. Das Opfer soll ein Ex-Boxer sein.

  • Bei dem Toten handelt es sich um einen Bielefelder mit kosovarischer Staatsangehörigkeit. - Foto: J. JĂŒrgenpott/Die Blaulichtreporterin/dpa

    J. JĂŒrgenpott/Die Blaulichtreporterin/dpa

  • Markierungen der Kriminaltechnik am abgesperrten Tatort. - Foto: Friso Gentsch/dpa

    Friso Gentsch/dpa

Bei dem Toten handelt es sich um einen Bielefelder mit kosovarischer Staatsangehörigkeit. - Foto: J. JĂŒrgenpott/Die Blaulichtreporterin/dpaMarkierungen der Kriminaltechnik am abgesperrten Tatort. - Foto: Friso Gentsch/dpa

Tödliche SchĂŒsse mitten in der FußgĂ€ngerzone beschĂ€ftigen Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld. Das Opfer soll ĂŒbereinstimmenden Berichten zufolge ein ehemaliger Box-Profi sein. Unter Verweis auf Persönlichkeitsrechte wollten die Ermittler keinen Namen nennen.

Nach offiziellen Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Opfer um einen 38-jĂ€hrigen Bielefelder mit kosovarischer Staatsangehörigkeit. Am Samstag hatte sich der Mann ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge in der Innenstadt aufgehalten, als die SchĂŒsse ihn aus unmittelbarer NĂ€he trafen. Wie viele SchĂŒsse abgefeuert worden seien, sei erst klar, wenn der Obduktionsbericht vorliege, sagte eine Sprecherin der Bielefelder Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in DĂŒsseldorf.

Der Mann sei «aufgrund der Schwere seiner Verletzungen noch am Tatort» gestorben, hielt der Polizeibericht fest. Dort war am Samstagabend die Spurensicherung in der abgesperrten Altstadt zu sehen. Eine Mordkommission ermittelt. «Nach dem aktuellen Kenntnisstand besteht keine GefĂ€hrdung fĂŒr unbeteiligte Dritte», hieß es in einer ersten Mitteilung.

Verdacht bestÀtigte sich nicht

«Die Ermittlungen nach den TÀtern dauern an», berichten Polizei und Staatsanwaltschaft. Am spÀten Samstagabend sei eine Person zunÀchst festgenommen worden, nachdem eine Zeugenaussage eine mögliche Tatbeteiligung nahegelegt habe. «Der Tatverdacht bestÀtigte sich jedoch nicht», bilanzierten die Ermittler. «Die Person wurde wieder entlassen.»

SpezialkrĂ€fte hĂ€tten im Stadtgebiet zudem mehrere Wohnungen durchsucht. Auch dies habe zunĂ€chst nicht zur Ergreifung möglicher TĂ€ter gefĂŒhrt. Jetzt setzen die Fahnder auf Beobachtungen und Bildaufnahmen von Zeugen am Tatort.

Zum möglichen Motiv drangen zunĂ€chst keinerlei gesicherten AuskĂŒnfte an die Öffentlichkeit - etwa ĂŒber Spekulationen, ob ClankriminalitĂ€t in dem Fall eine Rolle gespielt haben könnte. Das könne sie weder bestĂ€tigen noch dementieren, sagte die Bielefelder Polizeisprecherin der dpa.

Razzien im Ruhrgebiet mit Innenminister Reul

WÀhrend der Mord in Ostwestfalen passierte, war Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) im Ruhrgebiet bei Razzien gegen ClankriminalitÀt mit Fahndern unterwegs. Der Einsatz in Duisburg war ein Baustein seiner «Politik der 1000 Nadelstiche». Dabei gehe es darum, die TÀter-Netzwerke immer wieder aufzuscheuchen, erlÀuterte der Minister.

«Heute haben wir wieder gezeigt, dass sich die Kriminellen nie sicher fĂŒhlen können», sagte er nach dem Einsatz. Auch in Duisburg seien viele Vergehen ans Licht gekommen, «die dafĂŒr sprechen, dass hier Leute unterwegs sind, die meinen, sie können machen, was sie wollen. Das lassen wir nicht zu.»

@ dpa.de