OBÂ Reiter besorgt ĂŒber zunehmende Gewalt von Jugendlichen
20.10.2023 - 13:23:44 | dpa.de
MĂŒnchens OberbĂŒrgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich besorgt ĂŒber die Zunahme von Gewalttaten durch Kinder und Jugendliche gezeigt. «Bedenklich ist, dass die TĂ€terinnen und TĂ€ter immer jĂŒnger werden, dass die Zahl der Raubdelikte dramatisch zunimmt, dass sich die Jugendlichen falsche Vorbilder suchen», sagte Reiter am Freitag in MĂŒnchen.
Zusammen mit der Polizei organisiere die Stadt schon eine Vielzahl an PrĂ€ventionsprojekten. Doch gerade auch durch die Corona-Pandemie hĂ€tten sich die VerhĂ€ltnisse verschĂ€rft, sagte Reiter mit Blick auf teils erschreckende GewaltausbrĂŒche von MinderjĂ€hrigen in der jĂŒngeren Vergangenheit.
Um 29 Prozent war die Zahl solcher Taten in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr auf 4500 in die Höhe geschnellt - nach fast zehn Jahren des RĂŒckgangs. «Wir hoffen, dass das keine Trendwende ist, aber es sind zumindest Warnsignale, die uns mit Sorge umtreiben», sagte MĂŒnchens PolizeiprĂ€sident Thomas Hampel. Zumal das Alter der ĂŒberwiegend mĂ€nnlichen TĂ€ter immer niedriger werde: Waren im Vor-Corona-Jahr 2019 noch knapp 14 Prozent aller GewalttĂ€ter minderjĂ€hrig, waren es 2022 bereits etwa 20 Prozent.
«Die HardcorestraftÀter, die zu allem entschlossen sind, die werden wir mit reiner PrÀvention nicht erreichen», ist sich auch Hampel bewusst. Doch die MitlÀufer, die gewalttÀtiges Verhalten cool fÀnden und «auch Gangster werden» wollten, die könne man durchaus noch davon abhalten, auf die schiefe Bahn zu geraten. Stadt und Polizei wollen daher die PrÀvention forcieren. Am Geld werde es dabei nicht scheitern, versprach Reiter.
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