Berlin, Brandenburg

Nach Cyberangriff weiter Warteschlangen am Flughafen

22.09.2025 - 06:46:19

Nach dem Cyberangriff bekommen Passagiere die Auswirkungen auch am Montag noch zu spĂŒren. Vor allem am BER ist wegen eines großen Sport-Events am Vortag mit langen Warteschlangen zu rechnen.

  • Betroffen sind Systeme zur Passagierabfertigung - also etwa fĂŒr den Check-in.  - Foto: Carsten Koall/dpa

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  • Auch am Montag mĂŒssen Reisende am Berliner Flughafen BER mit VerspĂ€tungen und Wartezeiten rechnen.  - Foto: Carsten Koall/dpa

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Betroffen sind Systeme zur Passagierabfertigung - also etwa fĂŒr den Check-in.  - Foto: Carsten Koall/dpaAuch am Montag mĂŒssen Reisende am Berliner Flughafen BER mit VerspĂ€tungen und Wartezeiten rechnen.  - Foto: Carsten Koall/dpa

Nach dem Cyberangriff mĂŒssen sich Passagiere am Berliner Flughafen (BER) zum Wochenstart teils auf lĂ€ngere Wartezeiten einstellen. An einigen Schaltern bildeten sich bereits am frĂŒhen Morgen erste Schlangen, sagte ein Flughafen-Sprecher. VerspĂ€tungen und FlugausfĂ€lle als Folge des Cyberangriffs gab es zunĂ€chst nicht. Das könne sich im Laufe des Tages aber noch Ă€ndern, hieß es.

Wegen der RĂŒckflĂŒge tausender MarathonlĂ€ufer rechnete der Berliner Flughafen im Vorfeld mit einem deutlich höheren Passagieraufkommen am Montag. Mit 95.000 Passagieren wĂŒrden viel mehr Menschen erwartet als an einem normalen Montag mit 75.000 bis 85.000. FluggĂ€ste wurden weiterhin gebeten, online einzuchecken und ihr GepĂ€ck nach Möglichkeit selbststĂ€ndig an den Automaten aufzugeben.

Die externe Firma, deren Computerprogramme zum Einchecken Ziel des Cyberangriffs waren, teilte der dpa mit, man befinde sich in den letzten ZĂŒgen der nötigen Updates, die das System wieder voll funktionsfĂ€hig machten. 

Dublin, BrĂŒssel und London ebenfalls betroffen

Auch in den ebenfalls betroffenen FlughĂ€fen in Dublin, BrĂŒssel und London bekommen Passagiere die Auswirkungen des Cyberangriffs noch Tage spĂ€ter zu spĂŒren. Der Flughafen BrĂŒssel etwa hat die Fluggesellschaften nach eigenen Angaben gebeten, die HĂ€lfte der am Montag geplanten AbflĂŒge zu streichen. GĂ€ste sind gebeten, zwei bis drei Stunden vor Abflug zum Flughafen zu kommen.

In London Heathrow hatten die Flughafenmitarbeiter noch am Sonntag alle HĂ€nde voll zu tun, um zu einem normalen Flugbetrieb zurĂŒckkehren zu können. Noch am Nachmittag wies der Airport Passagiere auf seiner Website darauf hin, dass die Arbeiten zur Behebung des Störfalls beim Check-in anhielten. Der Großteil der FlĂŒge könne aber wieder nach Plan stattfinden.

Der ebenfalls betroffene Flughafen der irischen Hauptstadt Dublin teilte am Sonntag mit, weiter an der BewĂ€ltigung der durch die technische Störung hervorgerufenen Probleme zu arbeiten. Bis in die Mittagsstunden hinein seien 13 FlĂŒge gestrichen worden.

IT-Dienstleister angegriffen

Der IT-Dienstleister Collins Aerospace war am Freitagabend zur Zielscheibe eines Cyberangriffs geworden, wie er der Deutschen Presse-Agentur bestĂ€tigte. Die HintergrĂŒnde des Cyberangriffs sind weiterhin unklar. Wegen der Attacke meldeten die FlughĂ€fen Berlin, BrĂŒssel, Dublin und London Heathrow Probleme bei der Passagierabfertigung, wie die Flugsicherungs-Dachorganisation Eurocontrol mitteilte. Die anderen großen deutschen FlughĂ€fen waren nicht betroffen.

@ dpa.de

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