Schleswig-Holstein, Deutschland

Greenpeace: «Das Beste ist jetzt, den Wal in Ruhe zu lassen»

28.03.2026 - 17:35:32 | dpa.de

Nach dem erneuten Stranden des Wals in einer Bucht ziehen sich die EinsatzkrĂ€fte laut Greenpeace zunĂ€chst zurĂŒck. Sie hoffen, dass sich das Tier aus eigener Kraft befreien kann.

Greenpeace hofft, dass sich der Wal selbst befreien kann.  - Foto: Philip Dulian/dpa
Greenpeace hofft, dass sich der Wal selbst befreien kann. - Foto: Philip Dulian/dpa

Eine erneute Rettungsaktion des abermals gestrandeten Buckelwals in der Wismarbucht soll es zunÀchst nicht geben. «Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien», sagte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Dies sei mit anderen Akteuren wie dem Deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.

«Der Wal macht nach wie vor Anstalten loszuschwimmen», sagte Maack, der am Samstag selbst im Schlauchboot in der NĂ€he des gestrandeten Tieres saß. «Wir hoffen daher, dass er sich selbst befreit.» Der Buckelwal war am Nachmittag in der Wismarbucht gestrandet, laut Maack sĂŒdlich der Insel Walfisch. Rund um die Sandbank sei das Wasser deutlich tiefer als am Timmendorfer Strand, wo der Buckelwal zuvor festsaß und wo es nur rund einen Meter tief gewesen sei, erlĂ€uterte der Meeresbiologe. 

Die Boote hĂ€tten sich zurĂŒckgezogen. «Das Beste ist jetzt, den Wal komplett in Ruhe zu lassen», sagte er. Wie es dem Tier gehe, sei derzeit schwer einzuschĂ€tzen und hĂ€nge von der VerfĂŒgbarkeit von Nahrung und davon ab, wie gestresst es sei. 

Experten wollen am Sonntag wiederkommen

Die Wasserschutzpolizei bleibe in der Nacht vor Ort, um den Wal im Auge zu behalten. Am Sonntag werden die Experten laut Maack planmĂ€ĂŸig in die Bucht zurĂŒckkehren. Wie eine Biologin des Deutschen Meeresmuseums der dpa sagte, waren die WetterverhĂ€ltnisse am Samstagnachmittag fĂŒr mögliche Aktionen ohnehin ungĂŒnstig. Zudem dauere es nicht mehr lange, bis es dunkel werde.

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