Spanien, Deutschland

Spanien: Heimflug für deutsche Hondius-Passagiere geplant

09.05.2026 - 13:57:28 | dpa.de

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind Rückführungsflüge für deutsche und andere europäische Passagiere geplant. Nun ist bekannt, wann es für sie nach Ankunft in Teneriffa weitergeht.

  • Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. Sonntagmorgen sollte es Teneriffa erreichen. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa
    Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. Sonntagmorgen sollte es Teneriffa erreichen. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa
  • Im Hafen von Granadilla auf Teneriffa sollen Passagiere und ein Teil der Besatzung die «Hondius» verlassen können, um in ihre Heimatländer geflogen zu werden.  - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
    Im Hafen von Granadilla auf Teneriffa sollen Passagiere und ein Teil der Besatzung die «Hondius» verlassen können, um in ihre Heimatländer geflogen zu werden. - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa
Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. Sonntagmorgen sollte es Teneriffa erreichen. (Archivbild) - Foto: Arilson Almeida/AP/dpa Im Hafen von Granadilla auf Teneriffa sollen Passagiere und ein Teil der Besatzung die «Hondius» verlassen können, um in ihre Heimatländer geflogen zu werden.  - Foto: Ramon Van Flymen/ANP/dpa

Die Heimreise der deutschen und anderer europäischer Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs «Hondius» von Teneriffa aus ist nach Angaben des spanischen Innenministers bereits gesichert. «Ich kann bestätigen, dass die Rückführungsflüge nach Frankreich, Deutschland, Belgien, Irland und in die Niederlande bereits geplant sind», sagte Fernando Grande-Marlaska bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Mónica García in Madrid.

Von deutschen Behörden gab es zunächst weder genaue Angaben zur Rückführung noch zu einer eventuellen Quarantäne in Deutschland. An Bord des Kreuzfahrtschiffs sind Passagiere und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern.

Für die Bürger der EU-Länder, die über keine Lufttransportfähigkeiten dieser Art verfügten, sei über das sogenannte EU-Katastrophenschutzverfahren zwei Flugzeuge zur Verfügung gestellt worden, fügte Grande-Marlaska hinzu. Zudem hätten Großbritannien und die USA als Länder außerhalb der EU sogenannte Repatriierungsflüge angekündigt - damit wird die organisierte Rückführung von Personen aus dem Ausland in ihr Heimatland bezeichnet, etwa wenn diese im Ausland feststecken oder medizinische Hilfe benötigen.

Passagiere sollen nach Tagesanbruch abreisen

Die «Hondius» werde am Sonntagmorgen zwischen 04.00 und 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 und 07.00 Uhr MESZ) vor dem Hafen von Granadilla im Süden von Teneriffa erwartet, kündigte García an. Die Ausschiffung der Menschen werde aber erst bei Tageslicht beginnen. 

An Bord würden alle Passagiere auf Krankheitssymptome geprüft. Als erste würden voraussichtlich die 14 Spanier zum nahegelegenen Flughafen Teneriffa Süd gebracht, von wo sie mit einer Militärmaschine nach Madrid geflogen werden sollen, um dort in einem Krankenhaus in Quarantäne zu gehen.

Erst wenn ein Flugzeug auf dem Flughafen startklar sei, würden jeweils Angehörige derselben Nationalität mit einem kleinen Boot von dem vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiff an Land gebracht und mit Bussen direkt auf das Rollfeld zu ihrer Maschine gefahren, erläuterte García. Die Koffer müssten bis auf ein leichtes Handgepäck an Bord bleiben.

Schiff wird in den Niederlanden desinfiziert

Wenn die Ausschiffung abgeschlossen ist, solle die «Hondius» mit einer Restbesatzung ihre Fahrt in die Niederlande fortsetzen. Der Leichnam einer an Bord während der Kreuzfahrt gestorbenen Deutschen werde nicht auf Teneriffa an Land gebracht. Die Desinfektion des Schiffes erfolge in Absprache mit den Niederlanden dort, betonte die Gesundheitsministerin.

Die Planungen für die Ankunft, inklusive Untersuchungen und Quarantäne-Prozeduren, würden von verschiedenen Organisationen verantwortet, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die EU sowie niederländische und spanische Gesundheitsbehörden, erläuterte García. Sie bestätigte Angaben des Betreibers des Schiffes, derzeit zeige niemand auf der «Hondius» Symptome.

Sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle

Das Schiff war am Mittwochabend von Kap Verde in Richtung der Kanarischen Inseln aufgebrochen. Ursprünglich hatte die «Hondius» ihre Reise Anfang April im Süden Argentiniens begonnen. 

Die WHO sprach in einem Update am späten Freitagabend von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen und zwei Verdachtsfällen. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland.

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