Gesuchter, Bluttat

Gesuchter stellt sich nach Bluttat in französischer Moschee

28.04.2025 - 09:32:34

Nach dem tödlichen Messerangriff in einer Moschee hat sich der VerdÀchtige gestellt. Die Fahnder ermitteln wegen Mordes aus rassistischen oder religiösen Motiven.

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen GlĂ€ubigen in einer Moschee im SĂŒden Frankreichs hat sich der VerdĂ€chtige in Italien der Polizei gestellt. Ein Ermittlungsrichter mĂŒsse nun das tatsĂ€chliche Motiv des Angreifers und die UmstĂ€nde der Tat ermitteln, sagte StaatsanwĂ€ltin CĂ©cile Gensac in NĂźmes. Ermittelt werde wegen Mord aus HeimtĂŒcke und aus rassistischen oder religiösen Motiven.

Der zunĂ€chst gesuchte 21-jĂ€hrige Franzose hatte sich am spĂ€ten Sonntagabend auf einer Polizeiwache im Hunderte Kilometer vom Tatort entfernten Pistoia gestellt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, war der junge Mann zuvor geflĂŒchtet, nachdem Fahnder ihn in der Gegend des Tatorts lokalisiert hatten.

TÀter stach auf knienden GlÀubigen ein

Der Angreifer war am Freitag in die Moschee in der Kleinstadt La Grand-Combe eingedrungen und hatte einen jungen GlĂ€ubigen mit bis zu 50 Messerstichen getötet, als dieser sich zum Gebet hinkniete. Unmittelbar nach der Tat hatte er mit seinem Handy das Opfer gefilmt und dabei Allah beschimpft. Auf seinem Video bekundete er in wirren Äußerungen seine Absicht, erneut zu handeln.

Zum Zeitpunkt der Tat waren Opfer und TĂ€ter allein im GebĂ€ude, erst am Vormittag fanden weitere Besucher des Gebetshauses den Toten. Frankreich reagierte mit Abscheu und Entsetzen auf das Verbrechen. Es entbrannte eine Debatte darĂŒber, ob die Tat Beleg fĂŒr eine wachsende Islamfeindlichkeit im Land sei.

@ dpa.de