KettensÀge, Sylt-Wal

Mit KettensÀge: Sylt-Wal wird weiter zerlegt

18.02.2025 - 10:22:21 | dpa.de

Nach der Bergung des tonnenschweren Pottwals vor Sylt wird das Tier weiter zerteilt. Nicht nur frostige Temperaturen sorgen dabei fĂŒr Probleme.

Mit seiner MotorsĂ€ge war es fĂŒr Timo Arp am Morgen nicht leicht, den riesigen Körper des Wals zu durchschneiden.  - Foto: Lea Albert/dpa
Mit seiner MotorsĂ€ge war es fĂŒr Timo Arp am Morgen nicht leicht, den riesigen Körper des Wals zu durchschneiden. - Foto: Lea Albert/dpa

Der auf Sylt tot geborgene Pottwal wird weiter zerlegt. «Es kommen noch zwei Experten mit Spezialmessern - Ziel ist es, heute fertig zu werden», sagte Wolf Paarmann, Sprecher des Landesbetriebes KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN), der Deutschen Presse-Agentur. 

Frostige Temperaturen hatten dafĂŒr gesorgt, dass der Wal teilweise gefroren ist. Aber auch die Werkzeuge sorgten am Morgen fĂŒr Probleme: «Es lĂ€uft nicht so, wie es soll, ich brĂ€uchte eine ordentlichere MotorsĂ€ge», sagte Timo Arp, Schlachter aus Jagel, der dpa. Hinzu komme die immense GrĂ¶ĂŸe des Tieres.

Der 14,3 Meter lange Walbulle war am Montag bei auflaufendem Wasser mit einem Traktor und einem RaupengefÀhrt an den Strand nahe des Hörnumer Hafens gezogen worden. Experten einer Fachfirma hatten noch am Abend mit der Zerlegung begonnen und den Unterkiefer des gigantischen Tieres mit Messern, KettensÀge und Baggerschaufel abgetrennt. 

Wal-StĂŒcke werden in Containern transportiert

Weil das Tier explodieren kann und dabei Gase austreten können, hatte die Polizei den Strand rund um den Kadaver vor Schaulustigen abgesperrt.

Die StĂŒcke des 10 bis 15 Tonnen schweren Kadaver sollen in Containern zur Tierkörperverwertungsanlage nach Jagel bei Schleswig transportiert werden. Dort wollen Experten der TierĂ€rztlichen Hochschule Hannover das Tier untersuchen. 

Ein Team des zugehörigen Instituts fĂŒr Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) aus BĂŒsum will zudem unter anderem die mögliche Todesursache herausfinden. 

Wie der MeeressÀuger in die Nordsee vor Sylt gelangt und woran er gestorben ist, ist laut Experten bisher unklar.

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