Irak, Kultur

Irak: Mehr als 40.000 Artefakte seit 2003 wiederbeschafft

07.10.2025 - 15:45:42

Nach der US-gefĂŒhrten Invasion 2003 wurden im Irak zahlreiche Museen und archĂ€ologische StĂ€tten geplĂŒndert. Zehntausende Artefakte konnte die Behörden inzwischen zurĂŒckholen.

Der Irak hat nach Behördenangaben seit 2003 mehr als 40.000 gestohlene antike Artefakte wiederbeschafft. Viele von ihnen seien zuvor ins Ausland - unter anderem in die USA oder nach Großbritannien - geschmuggelt worden, sagte ein Vertreter des Kulturministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Die irakischen Botschaften verfolgten aktiv geschmuggelte Artefakte, insbesondere solche, die von PlĂŒnderernetzwerken aus archĂ€ologischen StĂ€tten erbeutet worden seien. DafĂŒr gebe es eine eigene Abteilung innerhalb des Ministeriums.

Zuletzt sorgte vor allem die Wiederbeschaffung einer mehr als 4.500 Jahre alten Ibex-Statue - eine Skulptur einer Steinbockart - fĂŒr Aufmerksamkeit im Irak. Es handle sich um einen Erfolg, hieß es aus dem Kulturministerium. «Wir setzen unsere BemĂŒhungen fort, das kulturelle Erbe des Landes wiederherzustellen», sagte der Vertreter.

Nach der US-gefĂŒhrten Invasion 2003 wurden im Irak zahlreiche Museen und archĂ€ologische StĂ€tten geplĂŒndert. Aus dem Nationalmuseum in Bagdad und anderen KulturstĂ€tten verschwanden Tausende Objekte. Viele weitere StĂŒcke wurden von Extremisten zerstört, besonders wĂ€hrend des Aufstiegs der Terrormiliz Islamischer Staat ab 2014.

@ dpa.de