Kugel, Hochsitz

Kugel von entferntem Hochsitz trifft JÀger tödlich

05.01.2025 - 10:59:40

Nach einem Todesfall bei einer Gemeinschaftsjagd in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Ermittler von einem Unfall aus, prĂŒfen aber in alle Richtungen. Der tödliche Schuss kam nicht aus nĂ€chster NĂ€he.

Nach dem Tod eines von einer Kugel getroffenen JĂ€gers in Mecklenburg-Vorpommern soll die Obduktion weitere Erkenntnisse bringen. Man gehe davon aus, dass der 48-JĂ€hrige auf seinem Hochsitz von einer Kugel getroffen wurde, die von einem anderen, 200 Meter entfernten Hochsitz abgefeuert wurde, sagte am Wochenende ein Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft.

Demnach soll der Schuss aus der Waffe eines 50-jÀhrigen JÀgers stammen, gegen den wegen fahrlÀssiger Tötung ermittelt wird. Aktuell geht die Staatsanwaltschaft nicht von Absicht aus. «Bislang haben wir zumindest keine Hinweise darauf, dass es vorsÀtzlich geschehen ist.»

Zu der Jagdgesellschaft am Donnerstagabend bei Mustin im Landkreis Ludwigslust-Parchim gehörten noch zwei weitere Mitglieder. Seines Wissens stammten alle aus Niedersachsen, sagte der Sprecher. Zuvor hatten Medien ĂŒber weitere Details berichtet.

NachtsichtgerÀte dabei

Aus der Waffe des 50-JĂ€hrigen sei zum fraglichen Zeitpunkt nur ein Schuss abgegeben worden. Es sei bereits dunkel gewesen. Die JĂ€ger seien mit NachtsichtgerĂ€ten ausgerĂŒstet gewesen. Inwiefern diese genutzt wurden und eine Rolle spielten, sei bislang unklar. Wahrscheinlich hĂ€tten die JĂ€ger Schwarzwild gejagt.

Die Kugel traf den 48-JÀhrigen laut Staatsanwaltschaft im Halsbereich. Er sei vor Ort gestorben, seines Wissens noch auf dem Hochsitz, sagte der Sprecher. Im Rahmen der Obduktion solle etwa die Schussverletzung nÀher untersucht worden.

Auch sollen alle Teilnehmer der Jagdgesellschaft vernommen werden. Inwiefern beides schon erfolgt ist, konnte der Sprecher am Wochenende nicht sagen. Zur Frage eines möglichen Vorsatzes sagte der Sprecher: «Ob und inwieweit eventuell doch da mehr dran ist, mĂŒssen die Ermittlungen zeigen. Aber die Ermittlungen werden natĂŒrlich wie immer in alle Richtungen gefĂŒhrt.»

@ dpa.de