BrÀnde, Jerusalem

BrÀnde bei Jerusalem laut Feuerwehr unter Kontrolle

01.05.2025 - 18:42:22

Nach mehr als 30 Stunden im Einsatz meldet die Feuerwehr: Die WaldbrÀnde im Umkreis von Jerusalem sind unter Kontrolle. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch.

  • Seit Mittwoch toben in der Gegend um Jerusalem schwere WaldbrĂ€nde. - Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

    Ohad Zwigenberg/AP/dpa

  • WaldbrĂ€nde bei Jerusalem.  - Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

    Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Seit Mittwoch toben in der Gegend um Jerusalem schwere WaldbrÀnde. - Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpaWaldbrÀnde bei Jerusalem.  - Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Die großen WaldbrĂ€nde im Umkreis von Jerusalem sind nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle. Die BrandbekĂ€mpfer sollten nun schrittweise wieder abgezogen werden, teilte die Feuerwehr nach Medienberichten mit. Mehr als 1.400 EinsatzkrĂ€fte waren demnach insgesamt 30 Stunden lang an zeitweise acht Brandorten im Einsatz.

Ein Teil der Feuerwehrleute solle aber weiterarbeiten, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern, hieß es. Zudem wurde ein «Sonderermittlungsteam mit der Untersuchung der Brandursache beauftragt».

Große Waldgebiete zerstört 

Der JĂŒdische Nationalfonds (KKL-JNF) meldete zuvor, insgesamt seien 2.000 Hektar Land abgebrannt, darunter vor allem Waldgebiete. Dies entspricht in etwa der FlĂ€che des Frankfurter Flughafens. Israelische Medien verbreiteten Aufnahmen, die unter anderem verkohlte Felder und WaldstĂŒcke zeigen.

An der FeuerbekĂ€mpfung waren auch Löschflugzeuge beteiligt. Italien und Kroatien hatten ebenfalls Hilfe zusagt, Zypern schickte nach eigenen Angaben einen Hubschrauber zur UnterstĂŒtzung. Die israelische Nachrichtenseite «ynet» berichtete allerdings, die Ankunft der Löschflugzeuge aus Europa verzögere sich wegen schwieriger Wetterbedingungen.

21 Feuerwehrleute wurden den Angaben zufolge wĂ€hrend der Löscharbeiten leicht verletzt. Die Einwohner von Orten, die wegen der BrĂ€nde gerĂ€umt worden waren, durften inzwischen wieder nach Hause zurĂŒckkehren.

Der Zugverkehr von und nach Jerusalem wurde nach Angaben der israelischen Eisenbahngesellschaft wieder aufgenommen. Auch alle Straßen, darunter die zentrale Schnellstraße zwischen Tel Aviv und Jerusalem, wurden Medien zufolge wieder fĂŒr den Verkehr freigegeben.

Mehr als 100 wegen der BrĂ€nde zurĂŒckgelassene Autos wurden laut «ynet» auf einen Parkplatz in der Gegend geschleppt. Auf Videos war zu sehen gewesen, wie Menschen am Tag zuvor wegen des dichten Rauchs auf der Straße panisch aus ihren Autos flĂŒchteten und diese stehenließen.

Ursache weiter unklar

Die schweren WaldbrÀnde um Jerusalem waren am Mittwoch ausgebrochen. Israels MinisterprÀsident Benjamin Netanjahu sagte Medien zufolge, 18 VerdÀchtige seien bisher wegen des Vorwurfs der Brandstiftung festgenommen worden. Mehrere israelische Medien berichteten unter Berufung auf Polizeikreise hingegen, EinsatzkrÀfte hÀtten nur drei Personen festgenommen.

Der Feuerwehr zufolge ist die Brandursache weiter unklar. Medien zitierten Experten mit der EinschĂ€tzung, dass starke Hitze und heftige Winde die Ausbreitung der BrĂ€nde begĂŒnstigt hĂ€tten.

Mehrere Menschen wurden verletzt und mussten etwa wegen Rauchverletzungen behandelt werden. Der Bezirksleiter der Jerusalemer Feuerwehr sprach im israelischen Fernsehen von dem «vielleicht grĂ¶ĂŸten» Waldbrand, den es je in Israel gegeben habe.

2010 waren bei der schlimmsten Feuersbrunst in der israelischen Geschichte im Karmel-Gebirge mehr als 40 Menschen getötet worden. In den WÀldern rund um Jerusalem kommt es immer wieder zu Feuern. Auch in anderen Teilen des Landes hatte es zeitweise WaldbrÀnde gegeben.

Berichten zufolge gab es zudem in einem Vorort von Tel Aviv ein Feuer in einem Pflegeheim, mehrere Bewohner der Einrichtung seien gerettet worden. Mehrere Menschen seien leicht verletzt worden.

@ dpa.de