Mehr BlitzeinschlĂ€ge - Höchste Dichten im SĂŒden
05.05.2025 - 04:00:48 | dpa.de
Vergangenes Jahr hat in Deutschland 209.619 Mal der Blitz eingeschlagen - im Schnitt alle zweieinhalb Minuten. Das war im langjĂ€hrigen Vergleich zwar eher selten, aber hĂ€ufiger als in den beiden Vorjahren, wie aus Zahlen des Blitz-Informationsdienstes Aldis/Blids hervorgeht. Deutsche Blitzhauptstadt war das oberbayerische Rosenheim, das seinen Titel aus dem Vorjahr mit 2,98 Blitzen pro Quadratkilometer im Gesamtjahr 2024 mit groĂem Abstand verteidigte.Â
Auf Ebene der BundeslĂ€nder schlug es am hĂ€ufigsten in Bayern ein - insgesamt 56.664 Mal. Mehr als jeder vierte Blitz traf den Freistaat. Platz zwei ging an Niedersachsen mit 27.206 Blitzen vor Baden-WĂŒrttemberg mit 22.464 und Nordrhein-Westfalen mit 19.734. Die höchste Blitzdichte unter den BundeslĂ€ndern weist allerdings Hamburg auf - dafĂŒr reichten im Stadtstaat allerdings schon 702 EinschlĂ€ge.
Gewitterhotspot Alpenrand
Der bayerische erste Platz kommt dabei nicht nur durch die GröĂe des Freistaats zustande. Wie hĂ€ufig haben sich auch vergangenes Jahr viele Gewitter im SĂŒden, nahe der Alpen geballt. Auch auf den Blitzdichte-PlĂ€tzen zwei bis zwölf fanden sich daher im vergangenen Jahr Landkreise und kreisfreie StĂ€dte aus dem sĂŒdlichen Bayern - von Miesbach mit 2,29 Blitzen pro Quadratkilometer ĂŒber Kempten bis Landsberg am Lech mit 1,55. Die höchsten Blitzdichten auĂerhalb Bayerns gab es in Niedersachsen: Ammerland und Cloppenburg lagen auf den PlĂ€tzen 13 und 15 mit 1,54 und 1,39 Blitzen pro Quadratkilometer.Â
Unter den GroĂstĂ€dten lag das hessische Frankfurt am Main mit einer Dichte von 1,32 Blitzen pro Quadratkilometer vorn. Unter den MillionenstĂ€dten lag MĂŒnchen mit 1,16 Blitzen pro Quadratkilometer vor Hamburg mit 0,92, Köln mit 0,54 und Berlin mit 0,43.
Am seltensten von Blitzen aufgeschreckt wurden die Menschen im vergangenen Jahre in Bayreuth mit einer Blitzdichte von 0,11 hinter den StÀdten Pforzheim und Herne mit Dichten von 0,12 und 0,13. Die ruhigste Stadt lag damit zwar auch im blitzreichen Bayern - aber quasi am anderen Ende und damit fern der Alpen.
Trockenheit bremst Blitze
Wie hĂ€ufig Blitze entstehen, hĂ€ngt stark vom Wetter ab. WĂ€rme und Feuchtigkeit machen sie wahrscheinlicher, weswegen sie vor allem im Sommer auftreten, in besonders trockenen Jahren aber tendenziell seltener sind.Â
Dass gerade StĂ€dte am oberen und unteren Ende der Skala auftreten, dĂŒrfte dabei auch daran liegen, dass sie im Vergleich zu Landkreisen eher kleinere FlĂ€chen haben. Sie sind also nur ein kleinerer Ausschnitt aus dem Blitzgeschehen, in dem sich einzelne Extreme nicht so stark ausgleichen.
Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zĂ€hlen nur Erdblitze - also EinschlĂ€ge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal. HĂ€ufig kommt es nĂ€mlich vor, dass durch einen Blitzkanal in kĂŒrzester Zeit mehrere Entladungen flieĂen. FĂŒr Beobachter sieht das wie ein Flackern des Blitzes aus. Wurden in frĂŒheren Statistiken dabei teils mehrere Blitze gezĂ€hlt, ist es jetzt nur noch einer.
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