Nach Einsturz in Kopenhagen: Vorsichtige Rettungsversuche
19.04.2024 - 14:37:05Mit groĂer Vorsicht versuchen EinsatzkrĂ€fte in Kopenhagen nach dem Einsturz von Teilen der Fassade der historischen Börse Ăberbleibsel zu retten. «Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, dass niemand verletzt wird und, dass der Teil des BörsengebĂ€udes, der gerettet werden konnte, erhalten bleibt», sagte einer der Einsatzleiter der Feuerwehr, Jakob Vedsted Andersen, am Morgen bei einer Pressekonferenz.
Das gestaltet sich jedoch schwierig. Es bestehe die Gefahr eines weiteren Einsturzes der WĂ€nde, die versucht wurden zu retten, sagte Andersen. Vorsichtig und ganz langsam wage man sich StĂŒck fĂŒr StĂŒck voran.
Das GerĂŒst, das die Börse unter anderem wegen Restaurierungsarbeiten umgibt, ist an dem Teil des GebĂ€udes befestigt, der nicht ausgebrannt ist. In der Nacht haben die EinsatzkrĂ€fte damit begonnen, das GerĂŒst abzuschneiden. In diesem Zusammenhang kam es Medienberichten zufolge zu weiteren AbfĂ€llen.
Komplizierte Arbeiten am GerĂŒst
Bei den Arbeiten zum Abbau des GerĂŒsts kann etwas Unvorhersehbares passieren», sagte der Einsatzleiter. Daher mĂŒsse sehr langsam vorgegangen werden. «Das GerĂŒst steht unter Spannung, und wenn wir anfangen, es aufzuschneiden, mĂŒssen wir sehen, wie sich das GerĂŒst verhĂ€lt», sagt er. Es mĂŒsse vollstĂ€ndig vom intakten Teil der Börse getrennt werden.
Das GebĂ€ude, das vor 400 Jahren errichtet wurde, liegt auf der östlichen Spitze der Insel Slotsholmen am Holmens Kanal gegenĂŒber der DĂ€nischen Nationalbank und ist eine Touristenattraktion. Am Dienstag war dort ein zerstörerisches Feuer ausgebrochen.
Die alte Börse, in der sich heute die dĂ€nische Handelskammer befindet, die auch EigentĂŒmerin des Bauwerks ist, beherbergt unter anderem eine groĂe Kunstsammlung. Als Börse im eigentlichen Sinne wird das GebĂ€ude schon lange nicht mehr genutzt.
Die alte Börse brannte zur HĂ€lfte vollstĂ€ndig aus, sodass nur noch die AuĂenwĂ€nde ĂŒbrig geblieben waren. Diese stĂŒrzten am Donnerstagnachmittag unverhofft um. Mehrere StraĂen und die Umgebung der historischen Börse blieben weitrĂ€umig abgesperrt.


