Hafen, PalÀste

Hafen, PalÀste, Malereien: Diese Orte sind nun auch Welterbe

13.07.2025 - 16:23:47

Neben Bayerns MÀrchenschlössern hat die Unesco weitere KulturstÀtten auf verschiedenen Kontinenten ins Welterbe aufgenommen. Dazu gehören prÀhistorische StÀtten, alte Festungen und Steinkreise.

  • Auf Kreta zeugen archĂ€ologische StĂ€tten von der BlĂŒte der minoischen Zivilisation zwischen 2800 und 1100 vor unserer Zeit. (Archivbild) - Foto: Y.Papadakis/Ministry Of Culture/Unesco/dpa

    Y.Papadakis/Ministry Of Culture/Unesco/dpa

  • Der im Meer versunkene Karibik-Hafen Port Royal auf Jamaika war einst ein wichtiger Handelsplatz. (Archivbild) - Foto: Jamaica National Heritage/Unesco/dpa

    Jamaica National Heritage/Unesco/dpa

  • An der AtlantikkĂŒste gibt es wichtige Zeugnisse megalithischer Monumentalarchitektur. (Archivbild) - Foto: Fanch Galivel/Paysages De MĂ©gal/Unesco/dpa

    Fanch Galivel/Paysages De Mégal/Unesco/dpa

  • Die Pratap-Festung ist eine der historischen MilitĂ€rlandschaften von Maratha in Indien (Archivbild). - Foto: Dronah/Unesco/dpa

    Dronah/Unesco/dpa

  • Im Zagros-Gebirge im Westen Irans befindet sich das Khorramabad-Tal mit prĂ€historischen StĂ€tten. (Archivbild) - Foto: Mohammadreza Mahmoodi/Imchth/Unesco/dpa

    Mohammadreza Mahmoodi/Imchth/Unesco/dpa

  • Entlang des Flusses Bangucheon erstrecken sich auf rund drei Kilometern zwei FelswĂ€nde mit vielen eingravierten Bildern. (Archivbild) - Foto: Seo Heun-Kang/Ulsan Metropolitan/Unesco/dpa

    Seo Heun-Kang/Ulsan Metropolitan/Unesco/dpa

  • Die Adschina-Teppa KlosterstĂ€tte zeugt vom mittelalterlichen Königreich Khuttal (Archivbild). - Foto: Ilcas/Unesco/dpa

    Ilcas/Unesco/dpa

Auf Kreta zeugen archĂ€ologische StĂ€tten von der BlĂŒte der minoischen Zivilisation zwischen 2800 und 1100 vor unserer Zeit. (Archivbild) - Foto: Y.Papadakis/Ministry Of Culture/Unesco/dpaDer im Meer versunkene Karibik-Hafen Port Royal auf Jamaika war einst ein wichtiger Handelsplatz. (Archivbild) - Foto: Jamaica National Heritage/Unesco/dpaAn der AtlantikkĂŒste gibt es wichtige Zeugnisse megalithischer Monumentalarchitektur. (Archivbild) - Foto: Fanch Galivel/Paysages De MĂ©gal/Unesco/dpaDie Pratap-Festung ist eine der historischen MilitĂ€rlandschaften von Maratha in Indien (Archivbild). - Foto: Dronah/Unesco/dpaIm Zagros-Gebirge im Westen Irans befindet sich das Khorramabad-Tal mit prĂ€historischen StĂ€tten. (Archivbild) - Foto: Mohammadreza Mahmoodi/Imchth/Unesco/dpaEntlang des Flusses Bangucheon erstrecken sich auf rund drei Kilometern zwei FelswĂ€nde mit vielen eingravierten Bildern. (Archivbild) - Foto: Seo Heun-Kang/Ulsan Metropolitan/Unesco/dpaDie Adschina-Teppa KlosterstĂ€tte zeugt vom mittelalterlichen Königreich Khuttal (Archivbild). - Foto: Ilcas/Unesco/dpa

Mit der Ernennung der imposanten MĂ€rchenschlösser von König Ludwig II. zum Welterbe durch die Unesco sind Bayern und Deutschland um mehrere ausgezeichnete KulturstĂ€tten reicher. WĂ€hrend der Sitzung der UN-Kulturorganisation in Paris wurde aber auch in anderen Ecken der Welt den Entscheidungen des Welterbe-Komitees entgegengefiebert. Wie in Bayern war vielerorts seit Jahren an einer Bewerbung fĂŒr das hohe PrĂ€dikat gearbeitet worden. Einige der ĂŒber zwei Dutzend ausgezeichneten KulturstĂ€tten im Überblick:

Indien: MilitÀrlandschaften von Maratha

Zu den MilitĂ€rlandschaften von Maratha gehören zwölf große Festungsanlagen, vier davon an der Konkan-KĂŒste sowie acht Festungen im Gebirge. Die Marathen errichteten oder eroberten die Anlagen zwischen dem 17. und frĂŒhen 19. Jahrhundert und schufen damit ein dichtes Verteidigungssystem, das dem Schutz von Handelswegen, der militĂ€rischen Expansion und der Kontrolle diente. Die Festungen hatten eine wichtige Rolle fĂŒr den politischen und militĂ€rischen Aufstieg der Marathen, bis deren Herrschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Großbritannien beendet wurde.

Iran: PrÀhistorische StÀtten des Khorramabad-Tals

Im Zagros-Gebirge im Westen Irans befindet sich das Khorramabad-Tal mit prÀhistorischen StÀtten. ArchÀologische Funde wie Werkzeuge, Spuren von Ockerfarben oder Schmuck aus TierzÀhnen und Muscheln zeigen die kulturelle und soziale Entwicklung des Menschen. Die Funde zeigen, dass hier vor rund 63.000 Jahren Neandertaler lebten, die allmÀhlich von modernen Menschen abgelöst wurden.

Frankreich: Megalithen von Carnac und der Morbihan-KĂŒste

An der AtlantikkĂŒste gibt es wichtige Zeugnisse megalithischer Monumentalarchitektur. WĂ€hrend mehr als zwei Jahrtausenden richteten Menschen in der Jungsteinzeit Steinblöcke auf, legten Steinkreise und GrabhĂŒgel an, die sie in Bezug zur Landschaft setzten. Felsgravuren zeigen Tiere, Objekte und abstrakte Zeichen, die als frĂŒhe Beispiele symbolischer Bildsprache gelten. Die StĂ€tte zeigt den Wandel im VerhĂ€ltnis des Menschen zu seiner Umwelt.

Griechenland: Minoische Palast-Zentren

Auf Kreta zeugen archĂ€ologische StĂ€tten von der BlĂŒte der minoischen Zivilisation zwischen 2800 und 1100 vor unserer Zeit. Die Palastzentren der Insel – darunter Knossos, Phaistos und Malia – waren Orte von Verwaltung, Handel und Religion. Mehrstöckige GebĂ€ude mit Höfen, LagerrĂ€umen, WerkstĂ€tten und Wandmalereien dienten einer entwickelten Gesellschaft mit fortschrittlicher Stadtplanung. Die minoischen PalĂ€ste gelten als frĂŒhes Beispiel stĂ€dtischen Lebens in Europa.

Jamaika: ArchÀologisches Ensemble Port Royal

Der im Meer versunkene Karibik-Hafen Port Royal auf Jamaika war einst ein wichtiger Handelsplatz. Bei einem Erdbeben 1692 versanken große Teile der Stadt im Meer. Unter Wasser befinden sich bis heute Ruinen der Festung sowie Überreste von HĂ€usern und VerwaltungsgebĂ€uden, die vom Handel und der frĂŒheren Bedeutung des Karibik-Hafens zeugen.

Korea: Felsbilder am Lauf des Bangucheon

Entlang des Flusses Bangucheon erstrecken sich auf rund drei Kilometern zwei FelswĂ€nde mit vielen eingravierten Bildern. Über mehrere Jahrtausende, von der Jungsteinzeit bis ins neunte Jahrhundert, hinterließen Menschen hier Zeichnungen und Inschriften im Fels, die unter anderem Jagdszenen und Tiere zeigen. Die Felsbilder spiegeln die kulturelle Entwicklung der dort lebenden Gemeinschaften wider.

Tadschikistan: KulturerbestÀtten des alten Khuttal

Am Fuße des Pamir-Gebirges erstreckte sich zwischen dem 7. und 16. Jahrhundert das mittelalterliche Königreich Khuttal. Es war Teil des Handelsnetzes an der Seidenstraße zwischen China und Zentralasien und lieferte Waren wie Salz, Gold und Silber. Der Handel förderte den Austausch von Wissen, Technologien und Glaubensvorstellungen. Davon zeugen noch heute zahlreiche archĂ€ologische StĂ€tten, darunter buddhistische Tempel, Palastanlagen, Siedlungen und Karawansereien.

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