Schulferien-Diskussion: Söder erteilt NRW Absage
14.07.2025 - 13:50:12Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg starten seit Jahren als Letzte in die Sommerferien. Nordrhein-Westfalen hat nun eine neue Regelung gefordert - und prompt ein klares Nein aus Bayern zurĂŒckbekommen.
In Bayern sind die Sommerferien jedes Jahr von Anfang August bis Mitte September. Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin, Dorothee Feller, hatte eine Ănderung der Sommerferienregelung gefordert. NRW hĂ€tte auch gern einmal einen spĂ€teren Ferienstart, sagte die CDU-Politikerin der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Die BegrĂŒndung, dass die Schulkinder in Bayern in den Ferien bei der Ernte helfen mĂŒssten, ziehe nicht mehr. Offiziell wird der Ferientermin in Bayern aber schon lange nicht mehr mit Erntearbeiten von Kindern begrĂŒndet - vielmehr mit dem zeitlichen Abstand zu den Pfingstferien.
Söder: Ferienrhythmus in DNA der Bayern
«Wir haben unseren Ferienrhythmus, der ist sozusagen fest in der DNA der Bayern drin», sagte Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU). Wenn Baden-WĂŒrttemberg, das einzige andere Bundesland, welches von dem Rotieren der Sommerferien ausgenommen ist, seine Ferien gern mit Nordrhein-Westfalen tauschen wolle, sei ihm das völlig egal, sagte er. Bayern werde das aber nicht tun.
Wann welches Land Sommerferien hat, wird entsprechend der gemeinsamen LĂ€ndervereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) fĂŒr mehrere Jahre im Voraus festgelegt, wie Bayerns Kultusministerium mitteilte. Die FerienzeitrĂ€ume bis einschlieĂlich des Schuljahres 2029/2030 seien bereits festgelegt.Â
Um zu vermeiden, dass die Ferien in allen BundeslÀndern gleichzeitig stattfinden, stimmen die BundeslÀnder die Ferienkalender seit etwa 50 Jahren aufeinander ab.
Kultusministerin verteidigt Regelung
Auch Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie WĂ€hler) verteidigte die bisherige Regelung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: Die Gesamtdauer der Ferien aufs Jahr gesehen sei mit 75 Tagen bundesweit fĂŒr alle BundeslĂ€nder gleich. «Dass Bayern mit Baden-WĂŒrttemberg bei der Festlegung der Sommerferien stets den spĂ€testen Termin einnimmt, liegt daran, dass wir uns in unserer Ferienordnung an den christlichen Feiertagen orientieren», sagte sie.
Anders als die nördlichen BundeslÀnder habe man in Bayern an Pfingsten zweiwöchige Ferien. «Daran werden wir auch festhalten. Deswegen werden wir auch bei den Sommerferien weiterhin bei der bisherigen Regelung bleiben.»


