Zahl der EheschlieĂungen fĂ€llt auf Tiefstand
05.02.2026 - 09:28:54Immer weniger Menschen in Deutschland heiraten: Die Zahl der EheschlieĂungen ist 2024 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 gefallen. 349.200 Ehen wurden 2024 geschlossen, wie das Statistische Bundesamt anlĂ€sslich des Welttags der Ehe am 8. Februar mitteilt.
Zahl und Anteil der Verheirateten sinken den Angaben zufolge seit Jahren nahezu kontinuierlich: Ende 2024 war knapp jede zweite erwachsene Person in Deutschland verheiratet, 30 Jahre zuvor waren es noch rund 60 Prozent der Erwachsenen.Â
Am höchsten war 2024 der Anteil bei den 65- bis 69-JĂ€hrigen, hier waren zwei Drittel verheiratet oder lebten in einer Lebenspartnerschaft, wie das Bundesamt mitteilt.Â
Durchschnittsalter bei erster Ehe höher
Bis zum ersten Ja-Wort dauert es immer lĂ€nger, das Durchschnittsalter stieg innerhalb von 30 Jahren um rund sechs Jahre. 2024 waren Frauen bei ihrer ersten Heirat im Schnitt 32,9 Jahre alt, MĂ€nner 35,3 Jahre.Â
79 Prozent heirateten in dem Jahr zum ersten Mal. Gut 97Â Prozent der Ehen schlossen Paare unterschiedlichen Geschlechts und knapp drei Prozent gleichen Geschlechts.Â
Ehen werden spÀter geschieden
Ehen werden den Angaben zufolge spĂ€ter geschieden und halten lĂ€nger. 2024 betrug das Durchschnittsalter bei Scheidungen 44,6 Jahre bei Frauen und 47,6 Jahre bei MĂ€nnern. 1994 betrug es bei Frauen 36,5 Jahre und bei MĂ€nnern 39,3 Jahre.Â
Die Durchschnittsdauer einer Ehe bis zur Scheidung lag 2024 bei 14,7Â Jahren und 1994 bei 12,0Â Jahren. 2024 wurden gut 129Â 300Â Ehen geschieden und somit etwas mehr (plus 0,3Â Prozent) als im Vorjahr, in dem der niedrigste Stand seit der deutschen Vereinigung erreicht worden war.
Deutschland ĂŒber EU-Schnitt
Gemessen an der Bevölkerung wird in Deutschland etwas hĂ€ufiger geheiratet als im EU-Durchschnitt. Diese Zahlen liegen fĂŒr das Jahr 2023 vor, in dem es hierzulande 4,3 EheschlieĂungen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner gab, der EU-Schnitt betrug 4,0.Â
Die meisten Ehen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden laut EU-Statistikbehörde Eurostat in dem Jahr in RumĂ€nien (5,8), Lettland (5,6) und Ungarn (5,2) geschlossen. Die wenigsten EheschlieĂungen gab es demnach in Bulgarien (3,4), Italien (3,1) und Slowenien (3,0).


