Oktoberfest eröffnet: Krause sticht beim Wiesn-Start mit zwei Schlägen an
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 12:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem „O'zapft is“ das weltberühmte Volksfest.
Erste Maß für den Ministerpräsidenten
Die erste Maß Bier reichte er der Tradition folgend dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Während Böllerschüsse den Start des Festes verkündeten, stießen beide auf eine friedliche Wiesn an.
Prominenz im Schottenhamelzelt
Zehntausende, die in den Zelten seit dem Morgen noch ohne Bier ausgeharrt hatten, bekamen nun auch ihre ersehnte Maß. Unter den Gästen im Schottenhammelzelt waren zahlreiche Prominente wie FC-Bayern-Star Joshua Kimmich, Moderator Florian Silbereisen, DJ Ötzi, das Schlager-Duo Marianne und Michael, Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang, Franz Herzog von Bayern und der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani.
Gedenken am Eingang
Krause brachte für seine erste Wiesn als OB auch eine Neuerung mit. Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang zu einem kurzen Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats 1980.
Wetter und Andrang zum Auftakt
Bei mildem, sonnigem Volksfestwetter zogen die Menschen - die meisten kamen in Dirndl und Lederhose - schon morgens Richtung Festgelände. Die Ersten hatten schon in den frühen Morgenstunden noch im Dunkeln an den Zäunen rund um die Wiesn ausgeharrt.
Mehr Sicherheit auf dem Gelände
Als die Eingänge um kurz nach 9.00 Uhr öffneten, stürmten sie im Laufschritt zu den Bierzelten, um einen guten Platz zu ergattern. Die Sicherheitskräfte stoppten den Ansturm immer wieder, so dass die Menschen nur nach und nach aufs Gelände gelangten.
Nachgeschärftes Sicherheitskonzept
Das Sicherheitskonzept wurde nachgeschärft, nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war. Von einer neuen Koordinierungsstelle für Sicherheitskräfte und Stadt auf dem Gelände sollen die Besucherströme beobachtet und bei Bedarf gesteuert werden.
Technik, Polizei und Zugangskontrollen
Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Ansammlungen von Menschen erkennen lassen. Zudem ist an den besucherstarken Tagen ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält und bei Bedarf Durchsagen an die Gäste macht.
Ordnung rund um die Wiesn
Etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner der Stadt München wie auch der Festwirte sind rund um das Fest im Einsatz. An den Eingängen gibt es Einlasskontrollen, Messer und andere gefährliche Gegenstände sind verboten.
Eröffnung mit Signalwirkung
Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch ein jährlicher Gradmesser für Münchens Wirtschaft, Sicherheit und Selbstbild. Mit dem ersten Fassanstich durch Dominik Krause rückt 2026 zusätzlich eine politische Premiere in den Mittelpunkt: Erstmals eröffnet ein Grüner Oberbürgermeister die Wiesn.
Sicherheit bleibt der zentrale Maßstab
Die Stadt hat das Festkonzept nach den Überfüllungsszenen des Vorjahres sichtbar nachgeschärft. Mehr Kameras, eine neue Koordinierungsstelle und zusätzliche Kräfte sollen Besucherströme früher erkennen und lenken. Für Gäste bedeutet das vor allem: Mehr Kontrolle an den Zugängen, aber auch mehr Schutz auf dem Gelände.
Mehr als ein Traditionsritual
Der Gedenkhalt am Haupteingang zeigt, dass die Wiesn nicht nur aus Bratwurst, Bier und Prominenz besteht, sondern auch ein Ort historischer Erinnerung ist. Zugleich bleibt die Eröffnung ein hoch symbolischer Moment für die Stadt: Sie verbindet Brauchtum, politische Bühne und Massenbetrieb in einem engen Zeitfenster. Für Besucher entscheidet sich daran oft schon am ersten Tag, ob die Wiesn als entspanntes Volksfest oder als organisatorische Bewährungsprobe wahrgenommen wird.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Münchner Merkur: „Wiesn-Anstich: Söder warnt Krause vor diesen Pannen“ (17.09.2026)
Der Bericht hebe die Premiere von Dominik Krause beim Anzapfen hervor und stelle den politisch-symbolischen Charakter des Starts in den Vordergrund. Zugleich setze der Text einen Schwerpunkt auf das verschärfte Sicherheitskonzept und auf die Veränderungen rund um die Wiesn 2026.
BR: „Oktoberfest Dominik Krause hofft auf zwei Schläge beim Anzapfen“ (17.09.2026)
Der Beitrag greife ebenfalls die erste Anstich-Premiere des neuen Oberbürgermeisters auf und ordne sie als besondere Wiesn-Story ein. Anders als der Merkur-Bericht liege der Fokus stärker auf der Übung des Fassanstichs und der Erwartung an einen gelingenden Start.
Beide Berichte bestätigten die Premiere Krauses und den sicheren Ablauf der Eröffnung, setzten aber unterschiedliche Akzente: der eine stärker auf mögliche Fallstricke und Neuerungen, der andere auf den festlichen Moment und die Symbolik des ersten Anzapfens.
