Oktoberfest, Dominik Krause

Oktoberfest eröffnet: Krause sticht beim Wiesn-Start mit zwei Schlägen an

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 12:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mit zwei Schlägen eröffnet Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause das 191. Oktoberfest. Die Stadt setzt zugleich nach den Überfüllungsszenen des Vorjahres auf ein verschärftes Sicherheitskonzept.

  • Oberbürgermeister Dominik Krause beim Anstich.  - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Oberbürgermeister Dominik Krause beim Anstich. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Es geht los - das Oktoberfest ist eröffnet.  - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Es geht los - das Oktoberfest ist eröffnet. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Bis zum 4. Oktober dauert das Spektakel auf der Theresienwiese. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Bis zum 4. Oktober dauert das Spektakel auf der Theresienwiese. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Die Festzelte sind schon gut gefüllt. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Die Festzelte sind schon gut gefüllt. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Um kurz nach 9 Uhr öffnete das Festgelände. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Um kurz nach 9 Uhr öffnete das Festgelände. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Die Vorfreude war riesig. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Die Vorfreude war riesig. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Oberbürgermeister Dominik Krause beim Anstich.  - Bild: Sven Hoppe/dpa Es geht los - das Oktoberfest ist eröffnet.  - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Bis zum 4. Oktober dauert das Spektakel auf der Theresienwiese. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Die Festzelte sind schon gut gefüllt. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Um kurz nach 9 Uhr öffnete das Festgelände. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Die Vorfreude war riesig. - Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem „O'zapft is“ das weltberühmte Volksfest.

Erste Maß für den Ministerpräsidenten

Die erste Maß Bier reichte er der Tradition folgend dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Während Böllerschüsse den Start des Festes verkündeten, stießen beide auf eine friedliche Wiesn an.

Prominenz im Schottenhamelzelt

Zehntausende, die in den Zelten seit dem Morgen noch ohne Bier ausgeharrt hatten, bekamen nun auch ihre ersehnte Maß. Unter den Gästen im Schottenhammelzelt waren zahlreiche Prominente wie FC-Bayern-Star Joshua Kimmich, Moderator Florian Silbereisen, DJ Ötzi, das Schlager-Duo Marianne und Michael, Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang, Franz Herzog von Bayern und der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani.

Gedenken am Eingang

Krause brachte für seine erste Wiesn als OB auch eine Neuerung mit. Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang zu einem kurzen Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats 1980.

Wetter und Andrang zum Auftakt

Bei mildem, sonnigem Volksfestwetter zogen die Menschen - die meisten kamen in Dirndl und Lederhose - schon morgens Richtung Festgelände. Die Ersten hatten schon in den frühen Morgenstunden noch im Dunkeln an den Zäunen rund um die Wiesn ausgeharrt.

Mehr Sicherheit auf dem Gelände

Als die Eingänge um kurz nach 9.00 Uhr öffneten, stürmten sie im Laufschritt zu den Bierzelten, um einen guten Platz zu ergattern. Die Sicherheitskräfte stoppten den Ansturm immer wieder, so dass die Menschen nur nach und nach aufs Gelände gelangten.

Nachgeschärftes Sicherheitskonzept

Das Sicherheitskonzept wurde nachgeschärft, nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war. Von einer neuen Koordinierungsstelle für Sicherheitskräfte und Stadt auf dem Gelände sollen die Besucherströme beobachtet und bei Bedarf gesteuert werden.

Technik, Polizei und Zugangskontrollen

Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Ansammlungen von Menschen erkennen lassen. Zudem ist an den besucherstarken Tagen ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält und bei Bedarf Durchsagen an die Gäste macht.

Ordnung rund um die Wiesn

Etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner der Stadt München wie auch der Festwirte sind rund um das Fest im Einsatz. An den Eingängen gibt es Einlasskontrollen, Messer und andere gefährliche Gegenstände sind verboten.

Eröffnung mit Signalwirkung

Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch ein jährlicher Gradmesser für Münchens Wirtschaft, Sicherheit und Selbstbild. Mit dem ersten Fassanstich durch Dominik Krause rückt 2026 zusätzlich eine politische Premiere in den Mittelpunkt: Erstmals eröffnet ein Grüner Oberbürgermeister die Wiesn.

Sicherheit bleibt der zentrale Maßstab

Die Stadt hat das Festkonzept nach den Überfüllungsszenen des Vorjahres sichtbar nachgeschärft. Mehr Kameras, eine neue Koordinierungsstelle und zusätzliche Kräfte sollen Besucherströme früher erkennen und lenken. Für Gäste bedeutet das vor allem: Mehr Kontrolle an den Zugängen, aber auch mehr Schutz auf dem Gelände.

Mehr als ein Traditionsritual

Der Gedenkhalt am Haupteingang zeigt, dass die Wiesn nicht nur aus Bratwurst, Bier und Prominenz besteht, sondern auch ein Ort historischer Erinnerung ist. Zugleich bleibt die Eröffnung ein hoch symbolischer Moment für die Stadt: Sie verbindet Brauchtum, politische Bühne und Massenbetrieb in einem engen Zeitfenster. Für Besucher entscheidet sich daran oft schon am ersten Tag, ob die Wiesn als entspanntes Volksfest oder als organisatorische Bewährungsprobe wahrgenommen wird.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Münchner Merkur: „Wiesn-Anstich: Söder warnt Krause vor diesen Pannen“ (17.09.2026)

Der Bericht hebe die Premiere von Dominik Krause beim Anzapfen hervor und stelle den politisch-symbolischen Charakter des Starts in den Vordergrund. Zugleich setze der Text einen Schwerpunkt auf das verschärfte Sicherheitskonzept und auf die Veränderungen rund um die Wiesn 2026.

BR: „Oktoberfest Dominik Krause hofft auf zwei Schläge beim Anzapfen“ (17.09.2026)

Der Beitrag greife ebenfalls die erste Anstich-Premiere des neuen Oberbürgermeisters auf und ordne sie als besondere Wiesn-Story ein. Anders als der Merkur-Bericht liege der Fokus stärker auf der Übung des Fassanstichs und der Erwartung an einen gelingenden Start.

Beide Berichte bestätigten die Premiere Krauses und den sicheren Ablauf der Eröffnung, setzten aber unterschiedliche Akzente: der eine stärker auf mögliche Fallstricke und Neuerungen, der andere auf den festlichen Moment und die Symbolik des ersten Anzapfens.

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