Panama, Erdbeben

Panama: Tsunami-Warnung nach Erdbeben der StÀrke 7,7 aufgehoben

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 23:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem schweren Erdbeben in Panama ist die Tsunami-Gefahr an den PazifikkĂŒsten mehrerer LĂ€nder aufgehoben worden. In Panama wurden GebĂ€ude beschĂ€digt, zudem registrierten Behörden zahlreiche Nachbeben.

  • Ein schweres Erdbeben hat eine Tsunami-Warnung ausgelöst. (Archivbild) - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
    Ein schweres Erdbeben hat eine Tsunami-Warnung ausgelöst. (Archivbild) - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
  • Bei dem Erdbeben wurden GebĂ€ude beschĂ€digt. - Bild: -/XinHua/dpa
    Bei dem Erdbeben wurden GebÀude beschÀdigt. - Bild: -/XinHua/dpa
  • Menschen versammeln sich nach dem schweren Beben im Freien. - Bild: Li Jiaxu/XinHua/dpa
    Menschen versammeln sich nach dem schweren Beben im Freien. - Bild: Li Jiaxu/XinHua/dpa
  • In Sona in der Provinz Veraguas gab es SchĂ€den. - Bild: -/XinHua/dpa
    In Sona in der Provinz Veraguas gab es SchÀden. - Bild: -/XinHua/dpa
Ein schweres Erdbeben hat eine Tsunami-Warnung ausgelöst. (Archivbild) - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa Bei dem Erdbeben wurden GebÀude beschÀdigt. - Bild: -/XinHua/dpa Menschen versammeln sich nach dem schweren Beben im Freien. - Bild: Li Jiaxu/XinHua/dpa In Sona in der Provinz Veraguas gab es SchÀden. - Bild: -/XinHua/dpa

Nach einem schweren Erdbeben in Panama ist die Gefahr eines Tsunamis an den PazifikkĂŒsten mehrerer LĂ€nder vorĂŒber.

Warnung fĂŒr neun LĂ€nder aufgehoben

Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in Honolulu teilte mit, dass keine gefĂ€hrlichen Wellen mehr erwartet wĂŒrden. Zuvor hatte es vor möglichen Tsunami-Wellen an den KĂŒsten von neun LĂ€ndern gewarnt.

Das Beben ereignete sich am Freitag um 12.56 Uhr Ortszeit. Nach Angaben des US-Geologischen Dienstes lag das Epizentrum rund zehn Kilometer westsĂŒdwestlich von Pitaloza Arriba im zentralen SĂŒden Panamas, in etwa zwölf Kilometern Tiefe.

StÀrke nachtrÀglich angehoben

Der USGS bezifferte die StÀrke zunÀchst auf 7,6 und korrigierte sie spÀter auf 7,7. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum hatte zunÀchst eine StÀrke von 8,0 und eine Tiefe von 33 Kilometern angegeben.

In Panama wurden unter anderem an der Kathedrale San Juan Bautista in Penonomé und an weiteren GebÀuden SchÀden festgestellt. Zudem wurden Dutzende Nachbeben registriert. Verletzte wurden zunÀchst nicht gemeldet.

Unterricht landesweit ausgesetzt

In mehreren Regionen verließen Menschen vorsorglich GebĂ€ude, GeschĂ€fte und Schulen. Die Regierung setzte den Nachmittagsunterricht landesweit aus.

Der internationale Flughafen Tocumen unterbrach den Betrieb fĂŒr ÜberprĂŒfungen. PrĂ€sident JosĂ© RaĂșl Mulino rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und warnte davor, das Geschehen zum Auslösen von Alarm und Unruhe zu benutzen.

Erdbebenrisiko im Pazifikraum

Panama liegt an einer tektonisch aktiven Zone, an der die Erdkruste durch die Bewegung mehrerer Platten beansprucht wird. Starke Erdbeben können dort nicht nur GebÀudeschÀden, sondern bei einer geeigneten Lage unter dem Meeresboden auch Tsunami-Wellen auslösen.

Die vorĂŒbergehende Warnung fĂŒr die PazifikkĂŒsten mehrerer LĂ€nder zeigt die grenzĂŒberschreitende Bedeutung solcher Ereignisse. Tsunami-Zentren bewerten nach einem Beben zunĂ€chst StĂ€rke, Tiefe und mögliche Verlagerungen des Meeresbodens. Neue Messungen können die erste EinschĂ€tzung verĂ€ndern – wie bei der nachtrĂ€glichen Korrektur der BebenstĂ€rke durch den USGS.

Bedeutung fĂŒr Panama

FĂŒr die Bevölkerung standen zunĂ€chst Schutz und Kontrolle der Infrastruktur im Vordergrund. Die Aussetzung des Unterrichts, das vorsorgliche Verlassen von GebĂ€uden und die Unterbrechung des Flughafenbetriebs sollten Risiken wĂ€hrend der Nachbeben begrenzen. Besonders wichtig sind nun PrĂŒfungen an öffentlichen GebĂ€uden, Verkehrswegen und Versorgungsnetzen.

Dass zunĂ€chst keine Verletzten gemeldet wurden, beschreibt nur die unmittelbare Lage. Nachbeben können bereits beschĂ€digte GebĂ€ude zusĂ€tzlich gefĂ€hrden; zugleich können Behördenangaben im Verlauf eines solchen Ereignisses ergĂ€nzt werden. FĂŒr Menschen in den betroffenen Regionen bleibt es deshalb entscheidend, offizielle Warnungen zu beachten und beschĂ€digte GebĂ€ude nicht zu betreten.

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