ManövrierunfÀhige HelgolandfÀhre zum Festland geschleppt
07.10.2024 - 04:36:31Die manövrierunfĂ€hige HelgolandfĂ€hre «Funny Girl» mit knapp 250 Menschen an Bord hat am frĂŒhen Morgen nach stundenlanger Fahrt auf der Nordsee das Festland erreicht. Das Fahrgastschiff wurde von zwei Schleppern in den Hafen der schleswig-holsteinischen Gemeinde BĂŒsum gebracht, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.Â
Eigentlich sollte das Schiff bereits am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr zurĂŒck in BĂŒsum sein. Doch daraus wurde nichts. Es gab einen Stromausfall an Bord, wie ein Sprecher des WasserstraĂen- und Schifffahrtsamts Elbe-Nordsee (WSA) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ein solcher Ausfall ist nach Angaben des Amts nicht ungewöhnlich und kann in der Regel mit Bordmitteln behoben werden - in diesem Fall allerdings nicht. Die Crew des Schiffes habe gegen 17.30 Uhr Kontakt zur Verkehrszentrale aufgenommen.
Erst am frĂŒhen Morgen gegen 02.15 Uhr konnten die Passagiere das Schiff verlassen. Es dauerte rund eine halbe Stunde, bis alle von Bord waren. Die meisten wirkten entspannt - und wollten nur möglichst schnell nach Hause. Nach Angaben der Polizei-Leitstelle Elmshorn wurde von den 250 Passagieren niemand verletzt.Â
Beide Generatoren ausgefallen
Verletzte habe es nicht gegeben, die See sei ruhig und es seien auch keine anderen Schiffe oder Ăhnliches an der Havarie beteiligt, sagte der WSA-Sprecher. Dem «Hamburger Abendblatt» zufolge hatte eine Schalttafel der Elektrik fĂŒr den Maschinenraum ihren Dienst eingestellt. Deswegen seien beide Generatoren ausgefallen, die KĂŒhlung der Maschinen und damit die Maschinen selbst. Der Notgenerator konnte dem Bericht zufolge keinen Strom ins Netz einspeisen.
Genug Bier an Bord
Die Stimmung an Bord war zunĂ€chst offenbar gar nicht so schlecht: EIn Mitarbeiter der Funke-Medien-Gruppe, der an Bord war, sagte dem «Hamburger Abendblatt» am frĂŒheren Abend, da die See ruhig sei und die Strömung die «Funny Girl» ganz leicht in Richtung Helgoland zurĂŒcktreibe, sei die Stimmung an Bord entspannt. Der norddeutsche Humor der Besatzung hĂ€tten ihren Teil dazu beigetragen. «Die haben gleich zu Beginn durchgesagt, die gute Nachricht sei, dass wir genug Bier an Bord hĂ€tten», sagte der Reporter dem «Hamburger Abendblatt».


