«Lauter Knall» - Spezialisten sprengen Fund auf Autobahn 3
30.01.2026 - 11:43:35 | dpa.deSpezialisten haben einen verdĂ€chtigen Fund auf der Autobahn 3 bei Regensburg kontrolliert gesprengt. Experten des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) hĂ€tten die Detonation um 8.45 Uhr am Fundort ausgelöst, sagte ein Polizeisprecher. «Es war ein lauter Knall.» Eine Frau und einen Mann, die im Wagen unterwegs waren, hatten die Beamten zuvor festgenommen. Das Landeskriminalamt ĂŒbernahm die Ermittlungen in dem Fall.
Sperrung fĂŒhrt zu langen Staus
Die Autobahn war am Freitag nach dem nĂ€chtlichen Fund stundenlang, auch wĂ€hrend der Hauptverkehrszeit, in beide Richtungen gesperrt. Auf der A3 und der nahegelegenen BundesstraĂe 8 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer wegen der resultierenden Staus viel Geduld mitbringen.Â
Erst am spÀteren Vormittag rollte der Verkehr zumindest wieder in eine Fahrtrichtung, sagte eine Polizeisprecherin. Rund um den Fundort waren Beamte aber immer noch mit der Suche nach weiteren Spuren beschÀftigt. In Richtung Passau konnte der Verkehr deshalb erst gegen Mittag wieder rollen.
Fund im Auto war fĂŒr einen Abtransport zu gefĂ€hrlich
Laut LKA handelte es sich bei dem Fund im Auto mutmaĂlich um Sprengstoff. Weil die Spezialisten einen Abtransport fĂŒr zu gefĂ€hrlich hielten, entschieden sie sich fĂŒr eine Sprengung auf der Autobahn. Details zum Fund nannte ein Sprecher zunĂ€chst nicht.
Polizisten hatten das Auto in der Nacht auf Freitag auf der A3 bei Wiesent (Landkreis Regensburg) kontrolliert. Am Steuer saĂ demnach eine Frau, auf dem Beifahrersitz ein Mann. Ob es sich um eine verdachtsunabhĂ€ngige oder gezielte Kontrolle handelte, blieb zunĂ€chst unklar. Im Wagen entdeckten die Beamten gegen zwei Uhr morgens kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau dann «sprengstoffverdĂ€chtige GegenstĂ€nde». Ein gröĂeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort daraufhin groĂrĂ€umig ab.
Die HintergrĂŒnde des Vorfalls blieben zunĂ€chst unklar. Ein LKA-Sprecher ging jedoch zunĂ€chst davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt - unter dem Begriff «Staatsschutz» laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten. Die Reste des gesprengten Gegenstands sollen von LKA-Experten analysiert werden.
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