Prinzessin Astrid, Norwegisches Königshaus

Prinzessin Astrid in Oslo beigesetzt – Königshaus nimmt Abschied

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 16:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Prinzessin Astrid ist in Oslo beigesetzt worden. Bei der Trauerfeier für die ältere Schwester des verstorbenen Königs Harald V. waren zahlreiche Angehörige und Vertreter anderer europäischer Königshäuser dabei.

  • Die norwegische Prinzessin Astrid war die ältere Schwester von König Harald V.. (Archivbild) - Bild: Stian Lysberg Solum/NTB/dpa
    Die norwegische Prinzessin Astrid war die ältere Schwester von König Harald V.. (Archivbild) - Bild: Stian Lysberg Solum/NTB/dpa
  • König Haakon VIII. (vorne links) trug den Sarg seiner Tante, Prinzessin Astrid.  - Bild: Ole Berg-Rusten/POOL NTB/AP/dpa
    König Haakon VIII. (vorne links) trug den Sarg seiner Tante, Prinzessin Astrid. - Bild: Ole Berg-Rusten/POOL NTB/AP/dpa
  • Die Trauerfeier für die ältere Schwester von König Harald V. fand in ihrer lokalen Kirche statt.  - Bild: Ole Berg-Rusten/NTB pool/dpa
    Die Trauerfeier für die ältere Schwester von König Harald V. fand in ihrer lokalen Kirche statt. - Bild: Ole Berg-Rusten/NTB pool/dpa
Die norwegische Prinzessin Astrid war die ältere Schwester von König Harald V.. (Archivbild) - Bild: Stian Lysberg Solum/NTB/dpa König Haakon VIII. (vorne links) trug den Sarg seiner Tante, Prinzessin Astrid.  - Bild: Ole Berg-Rusten/POOL NTB/AP/dpa Die Trauerfeier für die ältere Schwester von König Harald V. fand in ihrer lokalen Kirche statt.  - Bild: Ole Berg-Rusten/NTB pool/dpa

Die norwegische Prinzessin Astrid ist zwei Wochen nach dem Begräbnis ihres Bruders König Harald V. in Oslo beigesetzt worden.

Königsfamilie nicht vollständig anwesend

An der Trauerfeier in Astrids lokaler Kirche nahmen König Haakon VIII., Königin Mette-Marit, Königin Sonja und Kronprinzessin Ingrid Alexandra teil. Auch Prinzessin Märtha Louise, ihr Mann Durek Verrett und Märthas drei Töchter waren dabei.

Prinz Sverre Magnus und Marius Borg Høiby fehlten. Sverre Magnus studiert derzeit in Lissabon. Høiby sitzt nach einem Urteil in Untersuchungshaft, die er mit elektronischer Fußfessel zu Hause verbringen darf, und erhält nur ausnahmsweise Ausgang.

Royale Gäste aus Europa

Unter den Gästen waren die schwedische Kronprinzessin Victoria, die belgische Prinzessin Astrid und ihr Mann Prinz Lorenz sowie Prinzessin Margaretha von Liechtenstein und Jean von Luxemburg.

Erinnerungen an eine engagierte Prinzessin

Gemeindepfarrer Paul Erik Wirgenes erinnerte an Astrids scharfen Intellekt, ihre Loyalität und ihre Liebe zu Tieren. Er erzählte unter anderem, dass sie im Sommerhaus neben Hunden auch Papageien, Goldfische, Kaninchen und Wellensittiche versorgt habe.

Der frühere norwegische Ministerpräsident und ehemalige Nato-Chef Jens Stoltenberg würdigte Astrid als Frau mit klaren Meinungen, scharfen Repliken, Humor und Warmherzigkeit. Über ihr Verhältnis zu Harald sagte er: «Kleiner Bruder ist man sein Leben lang. Sie war da, als er geboren wurde. Sie war da, als er starb. Astrid hat auf Harald aufgepasst.»

Bis zuletzt im Einsatz

Astrid hatte am 9. September noch am Staatsbegräbnis ihres Bruders teilgenommen. Zwei Tage später starb sie. Gesundheitlich war sie bereits länger angeschlagen; im Mai war ihr vorübergehend ein Herzschrittmacher eingesetzt worden.

Trotzdem übernahm sie bis zuletzt royale Pflichten. Am Todestag und zur Beisetzung wurde die Flagge auf dem Balkon des Königsschlosses in Oslo auf halbmast gesetzt. König Haakon trug den Sarg seiner Tante gemeinsam mit anderen aus der Kirche.

Abschied in einer belasteten Phase

Die Beisetzung Astrids fällt in eine außergewöhnlich kurze Folge royaler Trauerfeiern. König Harald V. war am 28. August gestorben und am 9. September beigesetzt worden. Astrid nahm an diesem Staatsbegräbnis noch teil und starb zwei Tage später im Alter von 94 Jahren.

Damit verliert das norwegische Königshaus innerhalb weniger Wochen zwei prägende Mitglieder derselben Generation. Astrid hatte nach dem Tod ihrer Mutter Kronprinzessin Märtha bereits in jungen Jahren öffentliche Aufgaben übernommen und die Monarchie über Jahrzehnte bei offiziellen Terminen vertreten.

Familie und Institution im Blickpunkt

Die teilweise Abwesenheit naher Angehöriger erklärt sich durch unterschiedliche Lebenssituationen: Sverre Magnus studiert in Lissabon, während Marius Borg Høiby nach einem Urteil in Untersuchungshaft sitzt, die er mit elektronischer Fußfessel zu Hause verbüßen darf. Seine Teilnahme an Haralds Staatsbegräbnis war eine Ausnahme.

Die Anwesenheit von Mitgliedern anderer Königshäuser unterstreicht zugleich die familiäre Vernetzung der europäischen Monarchien. Für das norwegische Königshaus beginnt nach der doppelten Trauerphase die öffentliche Aufgabe, Kontinuität zu vermitteln und zugleich die Erinnerung an zwei zentrale Figuren der jüngeren Monarchie zu bewahren.

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