Polizei: Ballermann sicher - bei Beachtung von Grundregeln
04.08.2025 - 06:00:42 | dpa.deDie bei deutschen Touristen besonders beliebte Feiermeile Ballermann auf Mallorca ist entgegen ihrem Ruf eine sichere Gegend. Das zumindest versichert Francisco Javier Santos, Chef der Wache der «PolicĂa Nacional», der spanischen Nationalpolizei, an der Playa de Palma.Â
«Die Urlauber im Allgemeinen sind nicht gewalttÀtig», betont Santos im GesprÀch mit der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt habe die KriminalitÀt in den vergangenen Jahren sogar leicht abgenommen, was wohl auch an der verstÀrkten PolizeiprÀsenz liege, darunter auch Beamte aus Deutschland.
Bei den SchlĂ€gern handele es sich um eine Minderheit. Alkohol enthemme die Menschen. «Die besaufen sich bereits morgens am Strand oder in den groĂen Diskotheken», sagt Santos. Aber die ganz groĂe Mehrheit der Urlauber an der Playa, die hauptsĂ€chlich aus Deutschland und den Niederlanden kommen, seien ganz normale Leute, die mit ihren Familien oder Freunden kĂ€men. «Die wollen SpaĂ haben und den Urlaub genieĂen», nimmt er die Touristen in Schutz.
Relativ wenige Gewalttaten
Angesichts der Masse an Urlaubern gebe es vergleichsweise wenige Gewalttaten, sagt der Beamte. Das gelte auch und gerade fĂŒr Sexualverbrechen wie Vergewaltigungen, die immer fĂŒr groĂes Entsetzen sorgen. «Bei so vielen Menschen ist es einfach unmöglich, dass es gar keine VorfĂ€lle gibt.»
In diesem Jahr sei die Gegend um den Ballermann zum GlĂŒck von solchen VorfĂ€llen verschont geblieben, die in den Medien regelmĂ€Ăig auch in Deutschland hohe Wellen schlagen. Bei den meisten Delikten handele es sich um BetrĂŒgereien und DiebstĂ€hle. Opfer seien meist Urlauber, die einfach zu unachtsam seien, sagt der Polizeichef. Leute, die ihre Wertsachen zum Beispiel unbeaufsichtigt am Strand oder auf einem Restauranttisch liegen lieĂen.
Grundregel fĂŒr Mallorca-Urlauber
Die Polizei starte jeden Sommer eine Kampagne, um die Urlauber zu mehr Wachsamkeit zu animieren. Mit Flyern auch auf Deutsch werde vor TrickbetrĂŒgern wie HĂŒtchenspielern oder den sogenannten Nelkenfrauen gewarnt, die Urlaubern ungebeten auf der StraĂe eine Blume anbieten und bei der Gelegenheit gleich das Portemonnaie des Ăberrumpelten mitgehen lassen. Oft wĂŒrden die Menschen in ihrer Urlaubslaune und schon beschwipst die eigenen Schutzschilde herunterfahren und so zu leichter Beute werden.Â
Zum Abschluss nennt der Polizist noch einmal die Grundregeln, die Urlauber beachten sollten. Beim Schwimmen im Meer nicht das Handy oder den Geldbeutel offen sichtbar auf dem Handtuch liegen lassen - was geradezu eine Einladung fĂŒr Diebe sei. Am Geldautomaten solle man genauso wie zu Hause darauf achten, dass einem niemand ĂŒber die Schulter schielt. Und vor allem wer krĂ€ftig gebechert habe, sollte bedenken, dass der vermeintlich freundliche Helfer durchaus auch ein Dieb sein könne.
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