Pariser radeln öfter - Autoverkehr leicht rĂŒcklĂ€ufig
09.09.2023 - 05:08:50Der Ausbau des Radwegenetzes in Paris kommt bei den Bewohnern der Hauptstadt an: Immer mehr Pariserinnen und Pariser steigen fĂŒr ihre tĂ€glichen Wege aufs Fahrrad um. In den ersten drei Monaten des Jahres nahm die Fahrradnutzung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,3 Prozent zu, wie die Stadt Paris mitteilte.
Die Nutzung der Metro legte um 12,6 Prozent zu, wĂ€hrend der Autoverkehr im Stadtzentrum um 5,5 Prozent zurĂŒckging. Auf der Stadtautobahn, der PĂ©riphĂ©rique, ging der Verkehr um 1,7 Prozent zurĂŒck. ParkhĂ€user registrierten 2 Prozent weniger Kundschaft. 7 Prozent ihrer Wege legen die HauptstĂ€dter inzwischen per Fahrrad zurĂŒck, vor der Corona-Pandemie waren dies noch weniger als 5 Prozent.
Besseres Durchkommen fĂŒr Radelnde
Das rund 1000 Kilometer lange Netz an Radwegen werde erweitert und die QualitÀt der Radwege werde verbessert, teilte die Stadt mit. 52 Kilometer an provisorischen Radwegen, die wÀhrend der Corona-Zeit mit Betonabsperrungen eingerichtet wurden, werden derzeit zu regulÀren Radwegen ausgebaut.
Bereits bestehende Radverbindungen werden mit vom Autoverkehr mit Bordsteinen sicher abgetrennten Radspuren versehen. AuĂerdem werden fĂŒr die Olympischen Spiele in Paris im kommenden Sommer die SportstĂ€tten mit einem 60 Kilometer langen Radwegenetz verbunden, die HĂ€lfte davon wird neu angelegt.
Seit Jahren treibt die Pariser BĂŒrgermeisterin die Verkehrswende in der Hauptstadt voran. UferstraĂen an der Seine wurden fĂŒr Autos gesperrt und fĂŒr FuĂgĂ€nger zugĂ€nglich, auch auf weiteren StraĂen wurde der Autoverkehr beschrĂ€nkt und der Platz fĂŒr FuĂgĂ€nger erweitert. Neue GrĂŒnflĂ€chen wurden angelegt und im Stadtgebiet wurde fast ĂŒberall Tempo 30 eingefĂŒhrt.
Weniger Fahrstreifen auf der Stadtautobahn
Bis Anfang kommenden Jahres soll im Zentrum der Stadt zudem eine verkehrsberuhigte Zone entstehen. Und selbst auf der Stadtautobahn soll die Zahl der Fahrstreifen reduziert werden. Die Luftverschmutzung in Paris hat in den vergangenen Jahren messbar abgenommen.
Obwohl der Radverkehr zugenommen hat, stöĂt die Verkehrswende auch auf Widerstand. Handwerker und Lieferanten etwa klagen, dass sie oft nicht mehr in der NĂ€he ihrer Kunden parken können. Eine autofeindliche Politik wird Hidalgo auch von Bewohnern des Umlandes vorgeworfen, das nicht mehr an die Metro angeschlossen ist.


