Reisebus auf A96 bei Buchloe umgekippt: Zwei Tote und 26 Verletzte
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 08:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuf der A96 bei Buchloe im OstallgÀu sind beim Umkippen eines Reisebusses zwei Menschen gestorben und 26 weitere verletzt worden.
Bus kommt von der Fahrbahn ab
Der Unfall ereignete sich kurz vor 6.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West. Nach ersten Angaben wurde ein weiterer Mensch lebensgefÀhrlich verletzt, etwa 25 Menschen erlitten leichte Verletzungen.
Die Reisegruppe umfasste den Angaben zufolge 40 bis 50 Menschen, hauptsÀchlich aus den Philippinen. Der Bus kam ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge nach rechts von der Fahrbahn ab, kippte am Rand um und blieb neben einer Mulde an der Autobahn liegen.
Autobahn in beide Richtungen gesperrt
Ein GroĂaufgebot an RettungskrĂ€ften war an der Unfallstelle im Einsatz. Die A96 wurde in beide Richtungen gesperrt.
Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Gutachter mit der KlÀrung des Unfallhergangs. Zur IdentitÀt der Toten und Verletzten lagen zunÀchst keine Angaben vor.
Weitere schwere BusunfÀlle
UnfĂ€lle mit Reisebussen können wegen der hohen Zahl der Insassen besonders viele Verletzte verursachen. In der Schweiz starben kĂŒrzlich fĂŒnf Menschen bei einem Unfall mit einem niederlĂ€ndischen Reisebus; drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt.
Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau wurden am 6. September 30 Menschen verletzt. 15 von ihnen saĂen in einem Reisebus und erlitten leichte Verletzungen.
Schwerer Eingriff in den Wochenendverkehr
Der Unfall ereignete sich auf einer wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen MĂŒnchen und dem Bodenseeraum. Die vollstĂ€ndige Sperrung der A96 in beide Richtungen betrifft deshalb nicht nur den unmittelbaren Reiseverkehr, sondern kann auch Ausweichstrecken und Zufahrten rund um Buchloe und Landsberg am Lech belasten. FĂŒr Autofahrer sind insbesondere RĂŒckstaus, verzögerte Rettungsarbeiten und kurzfristige Umleitungen zu erwarten.
Bei einem Bus mit 40 bis 50 Insassen hat ein einzelner Unfall eine deutlich gröĂere Dimension als ein typischer Pkw-ZusammenstoĂ. Neben der medizinischen Versorgung vieler Betroffener mĂŒssen EinsatzkrĂ€fte die Unfallstelle sichern, den Bus stabilisieren, Verletzte aus dem Fahrzeug bringen und die IdentitĂ€ten der Insassen klĂ€ren. Dass die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragt hat, zeigt, dass der genaue Ablauf und mögliche technische oder fahrerische Ursachen noch untersucht werden.
Ermittlungen und Folgen
FĂŒr die Angehörigen der Toten und die Verletzten stehen zunĂ€chst Versorgung und Benachrichtigung im Mittelpunkt. Die Herkunft der Reisegruppe kann dabei zusĂ€tzliche organisatorische Anforderungen mit sich bringen, etwa bei der VerstĂ€ndigung von Angehörigen und der konsularischen Betreuung. Belastbare Angaben zu den Ursachen oder zur Verantwortung sind erst nach der Unfallaufnahme und der Auswertung technischer sowie weiterer Spuren möglich.
