Reisebus auf A96 bei Buchloe umgekippt: Zwei Tote und acht Schwerverletzte
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 10:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei Buchloe im Ostallgäu sind zwei Menschen gestorben, als ein Reisebus mit einer philippinischen Reisegruppe auf der A96 umkippte.
Bus kommt von der Fahrbahn ab
Der Bus eines italienischen Unternehmens war gegen 6.00 Uhr in Richtung München zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West unterwegs. Er kam ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs nach rechts von der Fahrbahn ab, kippte am Rand um und blieb neben einer Mulde liegen.
Nach ersten Erkenntnissen war die Reisegruppe von Zürich nach Mailand unterwegs. Warum der Bus auf der Strecke in Richtung München fuhr und ob ein Abstecher zum Oktoberfest geplant war, blieb zunächst offen.
Acht Schwerverletzte
Nach Angaben der Polizei wurden inzwischen acht Menschen schwer verletzt. Eine Person sei in kritischem Zustand; zudem gebe es weiterhin zahlreiche Leichtverletzte. Zunächst war von etwa 25 Leichtverletzten die Rede gewesen.
Die beiden Toten waren Insassen des Busses. Der Busfahrer starb nicht. Insgesamt befanden sich nach Polizeiangaben etwa 40 bis 50 Menschen an Bord, die nach den bisherigen Erkenntnissen alle die philippinische Staatsangehörigkeit haben.
Autobahn in beide Richtungen gesperrt
Für die Rettung und die Bergungsarbeiten wurde die A96 in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.
Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ließ ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag geben. Genauere Angaben zur Identität der Opfer lagen zunächst nicht vor.
Weitere schwere Busunfälle
Schwere Reisebusunfälle hatten zuletzt auch außerhalb Bayerns für Aufsehen gesorgt. Bei einem Unfall mit einem niederländischen Bus in der Schweiz starben am 10. September fünf Menschen; drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt.
Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau wurden am 6. September 30 Menschen verletzt. 15 von ihnen saßen in einem Reisebus und erlitten leichte Verletzungen.
Großeinsatz auf wichtiger Verkehrsachse
Der Unfall ereignete sich auf der A96 zwischen Buchloe und Landsberg am Lech. Die Autobahn verbindet den Raum München mit dem westlichen Alpenvorland und führt weiter in Richtung Bodensee und Schweiz. Eine Vollsperrung in beiden Richtungen kann deshalb neben dem örtlichen Rettungseinsatz auch den überregionalen Reiseverkehr beeinträchtigen.
Bei einem voll besetzten Reisebus müssen Rettungskräfte zugleich viele Verletzte erfassen, medizinisch priorisieren und in geeignete Kliniken bringen. Die Zahl von acht Schwerverletzten sowie zahlreichen Leichtverletzten macht deutlich, dass der Einsatz organisatorisch anspruchsvoll ist. Besonders kritisch ist der Zustand einer Person.
Unfallursache noch offen
Die Ermittlungen konzentrieren sich zunächst auf die Rekonstruktion des Fahrverlaufs und die technische Untersuchung des Busses. Weil kein weiteres Fahrzeug beteiligt war, richtet sich die unfallanalytische Begutachtung auf die Umstände des Abkommens von der Fahrbahn; eine Ursache ist damit jedoch nicht vorweggenommen.
Für Angehörige und Reisende sind zunächst die Identifizierung der Opfer, die Versorgung der Verletzten und die Betreuung der übrigen Gruppenmitglieder entscheidend. Die Nähe zum Münchner Oktoberfest erklärt den ungewöhnlichen Reiseverkehr auf der Strecke, lässt aber nach den vorliegenden Angaben noch keinen sicheren Rückschluss auf das konkrete Reiseziel der Gruppe zu.
