Rhein bei Stein: Polizei findet SĂ€cke mit Leichenteilen
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 12:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen am Aargauer Rheinufer
- Drei MĂ€nner entdeckten am Sonntag in Stein einen Sack mit einem menschlichen Bein.
- Die Schweizer Polizei fand bei der Suche mit Boot und Tauchern weitere SĂ€cke mit Leichenteilen.
- Die Kriminalpolizei des Kantons Aargau bittet um Hinweise zu verdÀchtigen Beobachtungen am Rheinufer.
Leichenteile im Rhein bei Stein entdeckt
Nahe der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz sind mehrere SÀcke mit Teilen einer mÀnnlichen Leiche im Rhein entdeckt worden. Schweizer Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, wie die Polizei des Kantons Aargau am Montag mitteilte.
Erster Fund am Rheinufer
Am Vortag hatten drei MĂ€nner am Ufer in der Schweizer Gemeinde Stein einen Sack im Wasser bemerkt und an Land gezogen. Darin fanden sie ein menschliches Bein.
Der Fundort liegt gegenĂŒber von Bad SĂ€ckingen am deutschen Rheinufer. Die Schweizer Polizei suchte den Fluss anschlieĂend mit einem Boot und Tauchern ab.
Weitere SĂ€cke im Wasser entdeckt
Bei der Suche fanden die EinsatzkrĂ€fte weitere SĂ€cke mit Leichenteilen. Die IdentitĂ€t des Mannes sei noch nicht abschlieĂend geklĂ€rt, teilte die Polizei mit.
Ein Polizeisprecher sagte der Schweizer Zeitung «Blick», der Tote habe einen Bezug zu einem nahe gelegenen Asylheim gehabt. Ob er dort auch wohnte, könne noch nicht bestÀtigt werden.
Polizei sucht Augenzeugen
Zu dem möglichen TĂ€ter und den UmstĂ€nden der mutmaĂlichen Tötung werde weiter ermittelt. Die Kriminalpolizei des Kantons Aargau sucht Augenzeugen, die am Rheinufer oder an anderer Stelle etwas VerdĂ€chtiges beobachtet haben.
Der Fundort liegt im Kanton Aargau unmittelbar an der Schweizer Grenze zu Baden-WĂŒrttemberg. Der Rhein bildet dort eine internationale Grenze; Ermittlungen können deshalb Beobachtungen und mögliche Spuren auf beiden Uferseiten betreffen.
Die Entdeckung mehrerer SĂ€cke nach dem ersten Hinweis zeigt, dass die Polizei den betreffenden Flussabschnitt systematisch mit Boot und Tauchern absuchte. FĂŒr die weitere AufklĂ€rung stehen zunĂ€chst die Identifizierung des Toten, die rechtsmedizinische Untersuchung und die Rekonstruktion des Ablageorts im Mittelpunkt.
GrenzĂŒberschreitende Ermittlungen
Der deutsche Ort Bad SĂ€ckingen liegt dem Schweizer Fundort gegenĂŒber. FĂŒr Anwohner, SpaziergĂ€nger und andere Personen mit Beobachtungen am Rhein ist deshalb die Zeugensuche besonders relevant. Die Polizei richtet ihre Bitte ausdrĂŒcklich auch an Menschen, die an anderer Stelle verdĂ€chtige VorgĂ€nge bemerkt haben.
Mit der IdentitĂ€t des Mannes könnten sich Hinweise auf sein persönliches Umfeld, mögliche Aufenthaltsorte und den Zeitraum seines Todes ergeben. Der in der Meldung genannte mögliche Bezug zu einem nahe gelegenen Asylheim ist dabei ein Ermittlungsansatz; eine dortige Unterbringung ist bislang nicht bestĂ€tigt. TĂ€ter, Motiv und genaue UmstĂ€nde der mutmaĂlichen Tötung sind offen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
SWR: âZerstĂŒckelte Leiche im Rhein entdecktâ (26.10.2026)
Der Bericht bestĂ€tige den Fund eines Beins in einem Sack und die anschlieĂende Suche nach weiteren Leichenteilen. Er setze den Schwerpunkt auf die weiterhin ungeklĂ€rte IdentitĂ€t, die rechtsmedizinische Untersuchung und den Zeugenaufruf.
Tagesschau: âBaden-WĂŒrttemberg ZerstĂŒckelte Leiche im Rhein entdecktâ (26.10.2026)
Der Beitrag ordne den Fund als Hinweis auf ein Gewaltverbrechen ein und hebe die Lage gegenĂŒber dem deutschen Rheinufer bei Bad SĂ€ckingen hervor. Wie beim SWR blieben IdentitĂ€t, Tatort und Verantwortlicher offen.
Beide BeitrÀge bestÀtigten den Fund und die laufende Suche nach Zeugen. Unterschiede lÀgen vor allem in der Gewichtung: Der SWR betone die rechtsmedizinische KlÀrung, wÀhrend die Tagesschau die grenznahe Lage hervorhebe.
