Rihanna: Frau nach SchĂŒssen auf Anwesen wegen Mordversuchs angeklagt
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 03:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach SchĂŒssen auf das Anwesen von Popstar Rihanna im MĂ€rz ist in Kalifornien eine 36 Jahre alte Frau wegen versuchten Mordes und weiterer schwerer Delikte angeklagt worden.
Anklage nach Entscheidung der Grand Jury
Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles wirft der aus Florida stammenden Frau neben versuchtem Mord auch einen tÀtlichen Angriff mit einer halbautomatischen Waffe vor. Die Beschuldigte plÀdierte auf nicht schuldig. Ende Oktober soll die nÀchste Anhörung stattfinden.
Die Staatsanwaltschaft hatte die VorwĂŒrfe bereits im MĂ€rz erhoben. Nun bestĂ€tigte eine Grand Jury die formelle Anklage. Das Gremium entscheidet nach der Vorlage von Beweismitteln, ob ein Strafverfahren eingeleitet werden kann.
Rihanna und Familie waren zu Hause
Eine Richterin stellte diese Woche fest, dass die Frau zurechnungsfĂ€hig sei und damit vor Gericht gestellt werden könne. Nach Angaben der Polizei befand sich Rihanna auf dem GrundstĂŒck, als die SchĂŒsse fielen.
Auch ihr Partner, der US-Rapper A$AP Rocky, und die drei gemeinsamen Kinder sollen sich zu Hause aufgehalten haben. Die Frau sei mit einem Auto vorgefahren und habe mehrere SchĂŒsse auf das Haus sowie auf einen Wohnwagen abgegeben. Getroffen wurde niemand.
Festnahme kurz nach dem Vorfall
Die Frau wurde wenig spÀter festgenommen. Im Fall einer Verurteilung in allen Anklagepunkten droht ihr lebenslange Haft. Ein mögliches Motiv nannten die Ermittler zunÀchst nicht.
Rihanna, die 2005 mit âPon de Replayâ ihre erste Single veröffentlichte, gehört mit Liedern wie âUmbrellaâ, âWorkâ und âDiamondsâ zu den international erfolgreichsten Pop-SĂ€ngerinnen. Neben ihrer Musikkarriere fĂŒhrt sie eine Kosmetiklinie und eine UnterwĂ€schemarke.
Grand Jury als nÀchste Verfahrensstufe
Die Entscheidung einer Grand Jury erweitert das bereits im MĂ€rz eingeleitete Strafverfahren um eine formelle Anklage. In Kalifornien prĂŒft dieses Geschworenengremium nicht die Schuld der beschuldigten Person, sondern ob die Staatsanwaltschaft genĂŒgend Beweismittel fĂŒr ein Verfahren vorlegen kann. Der eigentliche Prozess mĂŒsste die VorwĂŒrfe anschlieĂend nach dem strengeren MaĂstab der Schuld zweifelsfrei klĂ€ren.
Schwere VorwĂŒrfe ohne Verletzte
Der Fall verbindet einen Schusswaffeneinsatz mit dem Schutz eines privaten Wohnortes. Dass niemand getroffen wurde, Ă€ndert nichts an der möglichen strafrechtlichen Bewertung der abgefeuerten SchĂŒsse; entscheidend sind unter anderem der Vorsatz, die konkrete Zielrichtung und die Beweislage. Die zusĂ€tzlichen VorwĂŒrfe wegen eines Angriffs mit einer halbautomatischen Waffe können die rechtlichen Folgen erheblich verschĂ€rfen.
Bedeutung fĂŒr das weitere Verfahren
Mit der Feststellung der ProzessfĂ€higkeit und der nĂ€chsten Anhörung Ende Oktober rĂŒckt die gerichtliche Aufarbeitung in den Mittelpunkt. Dort können Fragen zu Beweisen, Verteidigung und möglichen Auflagen eine Rolle spielen. Ein mögliches lebenslanges StrafmaĂ im Fall einer Verurteilung in allen Anklagepunkten unterstreicht die Tragweite des Verfahrens, sagt aber nichts ĂŒber dessen Ausgang aus.
